Märkte am Mittag

Prämien könnten unter Druck geraten

Die Getreidemärkte bleiben gedrückt. An der Matif notiert der Weizen zum Januar-Termin heute gegen 12 Uhr bei 170,75 €/t um 1,00 €/t schwächer als gestern. Die Nachfrage am Weltmarkt bleibt allerdings stetig. Die guten Prämien für deutschen Weizen bleiben in den Seehäfen deshalb erhalten. Bei Kursen der Matif von 170,75 €/t für den Januar 2015 liegen die Kaufideen für den B-Weizen in den Häfen Hamburg und Rostock um 15 €/t höher bei gut 186 €/t.

Allerdings ist die Abgabebereitschaft in dieser Woche bei Erzeugerpreisen von 172,50 €/t ab Hof in Mecklenburg für die Lieferung im Januar 2015 gering. Die Landwirte hoffen auf steigende Kurse. In der Tat erwarten Hamburger Händler zurzeit auch nicht, dass die Kurse einbrechen werden. Sie warnen jedoch, dass die aktuell hohen Prämien auf die Matif-Kurse abschmelzen könnten. Unter dem Strich würden dann die Preise am deutschen Kassamarkt nachgeben.

Die Rapskurse verändern sich mit Kaufideen von 330 €/t angeliefert für Februar 2015 kaum. In Mecklenburg erhalten die Landwirte ab Hof 317,50 €/t für den sofortigen Verkauf und 320 €/t für den Vorverkauf der neuen Ernte 2015. Auch in dieser Woche ist angesichts der fallenden Rohölkurse und der Rekordernte bei der Rapssaat in Deutschland und EU-weit kein Stimmungsumschwung an den Märkten zu erkennen. Die Kurse bleiben tendenziell unter Druck. Die Rapssaat für den Monat Februar 2015 liegt an der Matif bei 333,25 €/t gegenüber dem Vortag auf einem um 0,75 €/t niedrigerem Niveau. (Ps)
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