Der europäische Schlachtschweinemarkt konnte seine freundliche Tendenz zuletzt fortsetzen. Die meisten Notierungen stiegen aufgrund einer guten Nachfragesituation vor Ostern nochmals an, teilt die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN) mit. Deutschland legte mit einem Plus von 4 Cent vor. Aktuell scheint sich die Marktsituation in Deutschland auf dem erreichten Niveau zu stabilisieren. Angesichts der fehlenden Schlachttage über Ostern ist der Markt ein charakteristischer Bestellmarkt.

Die Notierungen in den Niederlanden und Belgien folgten in etwa gleicher Höhe. Auch Dänemark, wo der Preis in den vergangenen drei Wochen bei 1,282 € verharrte, erfolgte nun ein Preisanstieg von korrigierten 4,2 Cent auf 1,324 €. Damit führt Dänemark wieder das Ranking der fünf größten Schweine haltenden Mitgliedsländer an und verweist Frankreich, Spanien, Deutschland und die Niederlande hinter sich.

Der österreichische Schweinemarkt scheint recht voll zu sein, so dass die Notierung dem restlichen Europa nicht folgte. Die österreichischen Erzeuger müssen sich demnach mit einem unveränderten Preis zufrieden geben, weil auch die Nachfrage der österreichischen Verarbeiter enttäuschend ist. Auch in Frankreich bewegte sich die Notierung seitwärts. Die Nachfrage ist dort zwar gut, aber das Angebot insgesamt ausreichend. Ein französischer Marktbeobachter erwartet in den kommenden Wochen einen spürbaren Angebotsrückgang. In Großbritannien ist der Markt angesichts eines ausreichenden Angebots in der kurzen Schlachtwoche spürbar schwächer als in der Vorwoche. (az)
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