Märkte am Mittag

Preisdruck hält im Süden an

Die Weizenbestände haben im Süden kaum unter den sehr heißen Witterungsverhältnissen der vergangenen Tage gelitten. Die Unwetter haben sich im Süd-Westen nur wenig ausgewirkt. In den meisten Regionen wird deshalb mit hohen Natralerträgen gerechnet. Dazu passt auch die angehobene jüngste Ernteschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes. Der DRV erwartet für ganz Deutschland eine Weizenernte von etwa 25,1 Mio. t; 500.000 t mehr als 2013. Vor einem Monat lag die DRV-Prognose noch bei 24,6 Mio.t. Der Vegetationsvorsprung liegt weiterhin bei zirka zwei Wochen. Die Weizenpreise bleiben angesichts dieser positiven Erwartungen am ruhigen Kassamarkt unter Druck. Nach Ansicht des Bayerischen Bauernverbandes soll jedoch das Preistief inzwischen erreicht sein. Aktuell erhalten die Landwirte für ihren restlichen A-Weizen im Schnitt noch etwa 171,00 €/t netto, frei Erfasser. B-Weizen wird mit 167,00€/t abgerechnet. Allerdings haben die Preisangaben nur noch wenig Aussagekraft. Neuabschlüsse ex Ernte sind eine Seltenheit. Die vorsichtigen Gebote des Erfassungshandels sind den Erzeugern nicht attraktiv genug und die Verarbeiter spekulieren auf weiter sinkende Preise?

Zum Wochenschluss tendieren die Weizenkurse an der Warenterminbörse ins Plus. Der Weizenkontrakt für November kann nach den Verlusten des Vortages bis zum Mittag um 0,50 auf 188,25 €/t zulegen. Auch Raps gibt sich freundlich. Der Erntemonat August steigt um 2,50 €/t auf 351,00 €/t. (hH) 
stats