Schweinemarkt

Preise geben deutlich nach

Am Markt für Schweinefleisch macht sich Ratlosigkeit breit. Die wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Osten der EU verhängte Importsperre Russlands beeinflusst die Marktsituation spürbar. Die Erzeugerpreise geben in nahezu allen Ländern der EU deutlich nach, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme.

In ihrem europäischen Schweinepreisvergleich berichtet die Organistion über einen Rückgang der deutschen Leitnotierung im Vergleich zur Vorwoche um 5 Cent/kg Schlachtgewicht (SG). Damit habe sie die Marke von 1,40 €/kg SG bereits leicht unterboten. Auch in den Niederlanden, Dänemark und Belgien hätten die Preise nachgegeben, so die ISN.

Für das von der Situation besonders betroffene Polen werden seit zwei Wochen keine Notierungen mehr genannt. Über eine stabile Lage wird dagegen aus Österreich, Frankreich sowie Spanien und Italien berichtet. 

Mit einer Aufhebung der Importsperre Russlands könne kurzfristig nicht gerechent werden, heißt es weiter. Den Angaben zufolge bestehe für die USA die Möglichkeit, ab dem 10. März 2014 Schweinefleisch nach Russland exportieren zu können. Dabei sei jedoch zu bedenken, dass angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen  das Verhältnis zwischen Russland und den USA "mehr als angespannt" sei. So hätten die USDA eine Einladung an russische Veterinäre für Gespräche über Standards für Tier- und Pflanzenexporte zurückgezogen.

Dies alles führe unter den Marktteilnehmern zu einer gewissen Ratlosigkeit über die weitere Preisentwicklung. Das durchschnittliche Angebot lasse sich derzeit ohne Probleme vermarkten, so dass die Marktlage als ausgeglichen bezeichnet werden könne, so die ISN. Daher sehe sie keinen Spielraum für einen weiteren Rückgang der Preise. (jst)
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