Märkte am Mittag

Preise pendeln seitwärts

Der Getreidemarkt bewegt sich am Donnerstagmittag seitwärts – sowohl im Kassageschäft als auch an der Börse. Mahlweizen an der Matif wird zum Fronttermin Mai mit 154,75 €/t bewertet, das sind 0,25 €/t weniger als am Vortag. Der folgende Septembertermin tritt bei 163,75 €/t auf der Stelle. Dabei sind die Umsätze angesichts der kurz bevorstehenden Osterfeiertage dünn.

Markttendenz
Bleiben Wetterturbulenzen und andere unvorgesehene Ereignisse aus, rechnen Teilnehmer am Getreidemarkt mit seitwärts tendierenden bis leicht sinkenden Preisen.
Marktteilnehmer aus dem Norden berichten von einem generell ruhigen Geschäft, auch wenn es zuletzt immer mal wieder für Weizen Kaufinteresse der Exporteure gegeben hatte. Es befinden sich gerade einige Ausfuhrgeschäfte in der Abwicklung. So liegen in Rostock drei bis vier Schiffe auf Reede. B-Weizen franko Hamburg Basis April wird auf einem Niveau mit dem Matif-Mai-Termin bewertet. Hier halten es Makler allerdings für möglich, dass Verkäufer auch ein bisschen höhere Preise durchsetzen können. In Rostock liegt der Preis etwa 1 €/t unter dem Hamburger Niveau.

Im Süden berichten Marktteilnehmer von einer Seitwärtsbewegung der Preise. Am bayerischen Markt halten sich sowohl Abgeber als auch Abnehmer zurück. B-Weizen (alte Ernte) wird mit Preisen zwischen 140 und 150 €/t je nach Region bewertet – in Nordbayern werden die höheren Preise gezahlt. Bayerische Marktteilnehmer rechnen damit, dass noch ein Drittel bis ein Viertel der alten Ernte auf den Lägern liegt.

Die neue Ernte ist im süddeutschen Markt immer mal wieder Gesprächsthema. An Kontrakten ist vor allem der Handel interessiert. Die Landwirte halten sich, wie schon im Vorjahr, noch mit Abschlüssen für die neue Ernte zurück. Das Preisniveau für neuerntigen B-Weizen franko Mühle beziffern Beobachter mit 160 bis 165 €/t. 


Am ostdeutschen Markt, vor allem im Berliner Raum, sorgt Kaufinteresse aus Polen für eine Festigung der Weizenpreise. (pio)
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