FAO-Index

Preise schwächeln durch die Bank


Der Nahrungsmittelpreisindex der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO fällt im November wieder, nachdem er im September und Oktober noch zugelegt hatte. Der Index, der die Preisentwicklung bei wichtigen Agrarrohstoffen wie Getreide, Pflanzenölen, Milcherzeugnissen, Fleisch und Zucker abbildet, fiel im November auf 156,7 Punkte. Gegenüber Oktober sei das ein Rückgang um 1,6 Prozent, teilt die FAO am Donnerstag mit. Gemessen an November 2014 schlägt ein Rückgang um 18 Prozent zu Buche.

Der Teilindex für Getreide fiel gegenüber dem Vormonatswert um 2,3 Prozent. Vor allem die großzügige Maisbilanz in den Vereinigten Staaten drückte auf die Preise. Der Index für Pflanzenöle gab um mehr als 3 Prozent nach, da schwächere Energiepreise den Biokraftstoffmarkt belasten. Außerdem bremsen die guten Ernte- und Produktionsaussichten für Sojabohnen in Südamerika jegliche Preissprünge.

Wenig Handel mit Milch

Der Milchpreis-Index schwächelt angesichts eines dünnen, globalen Handels. Das lege die Vermutung nahe, dass wichtige Importeure gut versorgt seien, analysiert die FAO. Der Teilindex gab in der Folge um 2,9 Prozent nach.

Die Fleischpreise schwächelten ebenfalls, während der Teilindex für Zucker zulegte. Der Wert stieg um mehr als 9 Prozent gegenüber Oktober. Die FAO begründet dies mit wachsenden Sorgen um die Zuckerrohrproduktion in der Mitte Brasiliens, wo exzessive Regenfälle die Ernte behindern. Auch in anderen wichtigen Produzentennationen, nämlich Indien, Thailand, Südafrika und Vietnam, seien die Witterungsverhältnisse ungünstig.

Unterdessen hat die FAO ihre Schätzung für die globale Getreideernte im laufenden Wirtschaftsjahr 2015/16 leicht nach unten korrigiert, da in China die Maiserzeugung kleiner ausfällt. Da der Verbrauch gleichzeitig sinkt, weil niedrige Rohölpreise den Absatz von Biokraftstoff bremsen, bleibt die globale Bilanz aber weiterhin sehr auskömmlich. (pio)
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