Märkte am Mittag

Preise unter Druck

Vor allem am Weizenmarkt reagieren mögliche Abnehmer mit auffallender Zurückhaltung. Jedenfalls kommt es beim Weizen nur ganz vereinzelt zu nennenswerten Handelsabschlüssen. Die Preisdifferenz zwischen alterntigem und neuertigem Weizen ist in allen Qualitätsstufen zuletzt weiter geschmolzen. Es fehlt an preisstützenden Nachrichten. Die Landwirte trennen sich von ihren letzten Restbeständen der alten Ernte.

Für A-Weizen erhalten sie im Schnitt noch 172,00 €/t netto, frei Erfassungslager. Die Restmengen an B-Weizen werden mit etwa 168,00 €/t abgerechnet. Das Augenmerk der Marktbeteiligten richtet sich verstärkt auf die kommende Ernte. Die Mühlen sind nur an Gesprächen mit dem Handel interessiert, wenn Mehlabschlüsse in Aussicht stehen. Im Übrigen spekulieren sie auf weiter sinkende Kurse. Für B-Weizen mit Lieferung September/Dezember. werden aktuell Preise von 180,00 €/t franko Verarbeiter diskutiert. Für A-Weizen sind etwa 183,00 €/t franko im Gespräch. Auf dieser Basis soll es sporadisch kleinere Abschlüsse gegeben haben. Futterweizen wird gegenwärtig kaum besprochen. Geringe Mengen an alterntigem Futterweizen wurden mit 176,00 bis 180,00 €/t franko gehandelt. 

Der Handel mit Weizen verabschiedet sich ins lange Pfingstwochenende freundlich. Der Novemberkontrakt Weizen legt um 1,25 auf 192,25 €/t zu. Raps dagegen schwächelt und verliert für den Augusttermin um 1,00 auf 344,75 €/t. (HH)  
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