EU-Schweinepreise

Preisrally vorerst gestoppt

Nachdem die Schweinepreise seit April europaweit stiegen, ist für die aktuelle Woche überwiegend eine Stabilisierung zu beobachten. Die deutsche Notierung am Mittwoch, 13. Juli, hatte mit 1,66 €/kg Schlachtgewicht ein unverändertes Niveau. Diesem Trend folgten auch die meisten anderen maßgeblichen Nachbarländer, teilt die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mit. In Frankreich und Spanien ließen sich nochmals leichte Preissteigerungen realisieren. Als Ausreißer im europäischen Umfeld zeigte sich die niederländische Händlerbörse, die den Preis um 2 Cent zurücknahm.

Urlauber und Hitze treiben Preis in Spanien

Spitzenreiter im europäischen Preisgefüge bleiben damit die südeuropäischen Länder. Spanien steht mit einem korrigierten Preisniveau von 1,75 € weiter an der Spitze, gefolgt von Italien und Frankreich. Überall wird von einem ausgewogenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage oder von einem Nachfrageüberschuss berichtet. In Österreich ist das Angebot extrem niedrig und die sinkenden Schlachtgewichte deuten auf keine kurzfristig zu erwartende Angebotsausweitung hin. Überaus deutlich sinkende Schlachtgewichte sind in Spanien zu verzeichnen. Aufgrund der heißen Temperaturen von bis zu 40 Grad gehen die Tageszunahmen der Mastschweine deutlich zurück und einige Schlachtbetriebe in Katalonien müssen aufgrund des knappen Angebots schon Schlachttage reduzieren. Die Sommerferien haben zwar in weiten Teilen Europas für zurückgehende Verkäufe von Schweinefleisch gesorgt, gleichzeitig steigt jedoch der Verbrauch in den Feriengebieten deutlich an. Von dieser Verlagerung des Konsums können insbesondere die südeuropäischen Märkte profitieren.

Kein drängendes Angebot in Deutschland

Auch wenn Ende letzter Woche nach der unveränderten Preisnotierung einige Landwirte etwas mehr Schweine zur Vermarktung angemeldet hatten, konnten die Mengen von den Vermarktern inzwischen vollständig platziert werden, stellt die ISN fest. Zu Beginn dieser Woche haben sich die Angebotsmengen wieder normalisiert und die Vermarktung verläuft ohne Probleme. Die Marktteilnehmer erwarten daher für die kommende Schlachtwoche eine Fortsetzung des stabilen Preisniveaus. (SB)
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