Märkte am Mittag

Preisschwäche zieht Käufer auf die Seitenlinie


Der Mahlweizenkurs an der Matif zeigt sich heute im Mittagshandel wenig verändert. Der Frontmonat März wird mit 190,50 €/t bewertet, was einem dünnen Plus von 0,25 €/t gegenüber dem Vortag entspricht. Raps zum scheidenden Frontkontrakt Februar verliert zu dem Zeitpunkt 1,25 €/t und notiert bei 365,25 €/t. Der folgende Mai-Kontrakt steht bei 361,25 €/t und wird damit 0,75 €/t schwächer bewertet als am Donnerstag. In Chicago zeigt sich Mais etwas schwächer gestimmt, während Weizen und Sojabohnen zulegen können.

Marktteilnehmer aus dem nord- und süddeutschen Kassamarkt berichten unterdessen von einer zähen Geschäftstätigkeit. Der erneute Preisrückgang an der Matif in dieser Woche habe sowohl bei den Käufern als auch bei den Verkäufern eine abwartende Haltung ausgelöst, berichtet ein Händler aus dem Süden. Bis Anfang der Woche sei das Geschäft noch recht rege gewesen, da etwa die Mühlenindustrie das derzeit bereits schwächere Preisniveau für Zukäufe genutzt habe.

In Bayern wird Brotweizen ab Hof für Februar/März mit etwa 175 €/t bewertet. Allerdings handelt es sich dabei um einen nominellen Konsenspreis zwischen Verkäufern und Käufern, da vielen Abgebern eher Preise um 180 €/t oder mehr vorschweben. Mit der Vermarktung der Ernte 2014 halten sich die Landwirte im Süden weiter zurück, während die verarbeitende Industrie immer mal wieder Interesse signalisiert.

Im Norden zeigen sich Marktteilnehmer, vor allem aus dem Käuferlager, gleichfalls zurückhaltend, wie aus dem Hamburger Markt und nordöstlichen Gebieten zu hören ist. B-Weizen, franko Hamburg, Basis Februar, wird mit 2 €/t über dem Matif-März-Termin (Geld) zu 3 €/t über dem Matif-März-Kontrakt (Brief) bewertet.

Die kälteren Temperaturen sehen sowohl Marktteilnehmer aus dem bayerischen Raum als auch aus dem Norden entspannt. Im Süden seien die Pflanzen in einigen Gebiten durch eine Schneedecke geschützt, heißt es, im Norden sei es zwar kalt, aber nicht „dramatisch frostig“. (pio)
stats