Märkte am Mittag

Preisverfall lähmt Aktivitäten

Das Weizengeschäft im Westen ist derzeit nicht der Rede wert. Die Mühlen sind für das alte Jahr versorgt und auch für kleinere Mengen nur auf Anfrage ansprechbar. Sporadisch gibt es kleineres Kaufinteresse der zweiten Hand für Eindeckungen. Hierfür liegen die Käufer nur Weizenpreise auf Matif-Niveau an. Für die Termine im neuen Jahr halten die westdeutschen Mühlen eine leichte Plusprämie von 2 €/t auf die Matif-Notierungen heraus. Die Gebote der Mühlen stoßen auf taube Ohren bei fast allen Abgebern. Offerten waren Mangelware.
 
An der Matif setzt sich der stetige Preisverfall fort. Gegen Mittag notierte der Dezember-Termin nach einem neuerlichen Minus um die 168 €/t. Der technische Druck auf die September-Notierung hält an. Der Kurs fiel unter 152 €/t. Für den Kassamarkt hat der September-Termin allerdings kaum noch Bedeutung, zumal der Frontmonat in der kommenden Woche ausläuft und die Notierung von Technik und Positionsbereinigungen bestimmt ist.
 
Die Futtergetreidemärkte tendierten ebenfalls etwas schwächer. Das Geschäft war sehr ruhig, es fehlten sowohl von Abgeberseite, als auch von der Nachfrageseite belebende Impulse. Die Mischfutterindustrie ist im vorderen Bereich gut versorgt und hat ebenso wie die Erfassungsstufe den Weizen in der Ernte zu teuer eingekauft und kann die Preise nicht mehr realisieren. Auch die Landwirtschaft rückt zurzeit keinen Weizen heraus. Im Südoldenburger Raum stehen die Futterweizenpreise durch Offerten von baltischen Weizen unter anhaltendem Druck. Die Briefkurse für Oktober/Dezember frachtfrei Südoldenburg lagen bei 171 €/t.
 
Das Rapsgeschäft ist völlig zum Erliegen gekommen. Mangels Offerten am Kassamarkt findet der Rapshandel fast ausschließlich an der Matif statt. Dort konnten sich die Kurse heute nach dem schwachen Vortag etwas fangen. Am frühen Mittag notierte der November nach einem Plus von 1,50 €/t bei 159 €/t. (St)
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