Zusammen mit Investitionsförderungen des russischen Landwirtschaftsministeriums beflügelt der Importstopp die Marktorientierung russischer Agrarunternehmen. Neben der Fleischproduktion reagieren auch die professionellen Ackerbaubetriebe auf die Marktchancen, die sich vor allem eröffnen, sofern der Importstopp verlängert werden sollte.

Dies zeigen Zahlen des russischen Landwirtschaftsministeriums: Der Kartoffelanbau in den professionellen Betrieben wird um 50 Prozent ausgedehnt auf mehr als 360.000 ha. Auch der professionelle Gemüseanbau wächst um mehr als 60 Prozent auf rund 170.000 ha. Der abrupt abgeschnittene Lieferstrom aus der EU im vorigen Sommer hat auf den Bedarf russischer Verbraucher aufmerksam gemacht. Obst, Gemüse und Kartoffeln mussten aus Asien und Südamerika bezogen werden, nachdem ab August diese Produkte nicht mehr aus der EU geliefert werden durften. (brs)
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