Märkte am Morgen: Ölsaaten

Prognosen für Brasiliens Ernte steigen

Sojakomplex: Anregende Impulse vom asiatischen Markt und Aktivitäten der chinesischen Käufer nach dem Ende der Neujahrsfeierlichkeiten in China brachten den Sojakomplex nach oben. Die Bohnen legten 9 Cent/bushel zu, der März notierte mit 10,36 US-$/bushel. Schrot schloss für März nach einem kleinen Kursgewinn gut behauptet mit 333 US-$/short ton. Auch neue Käufe der Fonds und die ansehnlichen wöchentlichen US-Exportanmeldungen von mehr als 1,6 Mio. t Sojabohnen stützen die Börsenkurse.  
 
Die Aussicht für die brasilianische Sojabohnenernte werden inzwischen überall als sehr gut taxiert. Die Analysten von AgRural hoben ihre Schätzung um 1,5 Mio. t auf 105,4 Mio. t an. Den Vogel schießt derzeit das Handelshaus Safras & Mercado mit der Prognose von mehr als 107 Mio. t ab. Die Wettermodelle ergeben trotz regionaler Niederschläge in Argentinien und Südbrasilien keinen ernsthaften Anlass zur Sorge. Die Sojabohnenernte in Brasilien war am Wochenende zu 10 % abgeschlossen, im Mato Grosso ist bereits knapp ein Drittel geerntet.
 
Raps: Die Tendenz für die alte Rapsernte bleibt fest. Der Mai legte an der Matif 2,25 €/t auf 415 €/t zu. Die übrigen Termine der neuen Ernte notierten dagegen etwas schwächer.
 
Die Analysten von Strategie Grains korrigieren ihre Schätzung für die kommende europäische Rapsernte um 500.000 t auf 21,6 Mio. t nach unten. Sie rechnen mit Frostschäden in Osteuropa, vor allem in Ungarn und Bulgarien. Aber auch in Polen, der Slowakei und Tschechien erwarten die französischen Analysten Auswinterungsschäden.
 
In Winnipeg gewann Canola mit festem Soja und mit Währungseinflüssen. Die Kurse legten bis zu 3,80 Can-$/t zu. Der März schloss mit 517 Can-$/t.
 
Palmöl: In Malaysia zogen die Palmölpreise etwas an und zeigen auch heute Morgen eine gut behauptete bis freundlichere Tagestendenz. Die auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten gefallen Palmölbestände in Malaysia lösten allerdings keine neue Rally aus.
 
Rohöl: Die Schwankungen halten an. Brent-Crudeöl verlor gut 1 US-$/Barrel und schloss mit 55,72 US-$/Barrel. WTI gab ebenfalls nach und setzte auf 53 US-$/Barrel auf. Das derzeitige Preisniveau löst in den USA weitere  Ölfördermaßnahmen aus. Die Zahl der aktiven US-Bohrstellen stieg in der Vorwoche um 17 und auf den höchsten Stand seit November 2015. (St) 
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