Märkte am Morgen: Getreide

Qualitätseinbußen in Deutschland


Weizen: Am vergangenen Freitag verabschiedete sich der Weizen-Kontrakt in Chicgao leicht schwächer mit 4,54 US-$/bushel. Der CME-Weizenkontrakt an der CBoT notiert unverändert bei 162,50 €/t. Die gesamte Aufmerksamkeit richtet sich auf den Wasde-Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) am Donnerstag. Hier wollen die US-Analysten auch eine Ertragsschätzung der Frühjahrsbestände in den USA abgeben. Und es dürfte auch eine Prognose über die Ernte und Vermarktung für die USA im August-Report im Wasde-Report geben.

An der Matif bliebt der September-Termin mit 163,25 €/t am vergangenen Freitag weitgehend unbeachtet. Die Händler in Hamburg konzentrieren sich auf den Dezember-Kontrakt. Hier gibt es mit 198.000 offenen Positionen noch einiges zu tun.

In den USA sind die Weizenqualitäten aus Deutschland derzeit in den Medien ein großes Thema. Händler von deutschen Agrarunternehmen berichten über Qualitätseinbußen besonders beim A-Weizen. Es wird mit einer Schwemme von Futterweizen gerechnet, die Verfütterung von Weizen an Schweine und Geflügel dürfte zunehmen. Die Regenfälle im Juli hätten den Kulturen in vielen deutschen Anbaugebieten geschadet. Die USA hoffen, in mögliche Lücken im Export einzuspringen.

Mais: Die Maisnotierungen an der Mafif ziehen an und schließen bei 151,25 €/t, ein Plus von 2,75 €/t. Am heutigen Montag wird der Augustkontrakt zum letzten Mal gehandelt. Die CBoT wartet mit Spannung auf die Bekanntgabe des Wasde-Reports über das Angebot und die Nachfrage weltweit von Getreide, Mais und Ölsaaten. In den vergangenen 20 Jahren hat das  USDA die Maiserträge neunmal im August-Wasde heruntergesetzt - im Durchschnitt um 4,6 Prozent. Legendär war das Jahr 2012, als eine verheerende Dürre für Totalausfälle im Mittleren Westen sorgte.
Am vergangenen Freitag verabschiedete sich der Maiskontrakt an der CBoT für September leicht aufholend mit 3,66 US-$/bushel.

Euro/Dollar: Aufgrund guter Wirtschaftsdaten aus den USA kommt der Euro etwas unter Druck und notiert am Freitag bei 1,17US-$. Anzeichen für eine straffere Geldpolitik in der USA sind derzeit nicht in Sicht. (da)
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