Märkte am Mittag

Qualitätsprämien schrumpfen

Aktuell haben sich die Marktbeteiligten weitgehend zurückgezogen. Dies wird auch mit dem "verlängerten" Wochenende erklärt. Die abgeschwächte Tendenz am Brotgetreidemarkt hat weiterhin Bestand. Die rückläufigen Weizennotierungen an den Produktenbörsen haben sich auch auf die Erzeugererlöse ausgewirkt. Aus Furcht vor weiter sinkenden Preisen haben die Anlieferungen aus der Landwirtschaft zuletzt etwas zuenommen. Marktbeobachter erwarten zudem, dass doch einige Mengen an alterntigem Qualitätsweizen mit in das neue Erntejahr übernommen werden. Das Geschäft läuft allmählich aus. 

Abwehrpreise sind die Regel

Repräsentative Preise lassen sich deshalb momentan kaum ermitteln. "Es ist der Eindruck zu gewinnen, als würden Erfasser und Verarbeiter Abwehrpreise nennen," meint ein niederbayerischer Landwirt. Die Qualitätsaufschläge sind bei den Restpartien ohnehin recht eng geworden. Bei Futterweizen hat das Angebot überraschend zugenommen. Es werden aber kaum Partien ohne Fallzahlangaben offeriert. Über die neue Ernte wird mehr geredet als dass es zu nennenswerten Neuabschlüssen kommt. Beim Weizen aller Qualitätsstufen sei noch Luft nach unten, heißt es hinter vorgehaltener Hand bei den Verarbeitern. Ähnlich Töne sind auch beim Handel zu hören.

Die Weizennotierungen verabschieden sich mit einem Minus in das Wochenende. Damit hält die Abwärtstendenz nun schon seit 10 Tagen an. Der Weizenkontrakt gibt bis zum Mittag um 0,50 auf 191,00 €/t nach.

Auch Raps kann sich den nach unten gerichteten Faktoren nicht entziehen und sinkt um 1,25 auf 349,25 €/t. (HH)

 
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