Märkte am Morgen: Getreide

Qualitätsprobleme helfen Matif-Weizen

Weizen: Anzeichen von größeren Qualitätsproblemen der französischen Weizenernte helfen den Kursen an der Matif. Der November schließt 1,75 €/t fester. In Frankreich spricht man inzwischen von größeren Fallzahlproblemen in den nordöstlichen Anbaugebieten vom Pariser Becken bis zur deutschen Grenze. Erste Marktbeobachter gehen davon aus, dass die französische Ernte erheblich mehr Futterweizen als üblich bringen wird. Es soll bereits größere Offerten für Exporte von Futterweizen aus Frankreich geben.  
 
In Chicago konnten sich die kurzzeitigen Gewinne der Weizen-Futures im Zuge von Shortabdeckungen nicht halten. Im Sitzungsverlauf gaben die Kurse weiter nach. Die Fonds  waren auf der Verkäuferseite. Es kommen erste Spekulationen auf, nach denen die schwächeren Qualitäten der europäischen Weizenernte zu einer verstärkten Nachfrage nach höherwertigem US-Sommerweizen führen könnten.

Mais: Die Kurse in Chicago bewegten sich weiterhin nach unten. Ein festerer US-Dollar und gutes Wetter drückten erneut auf die Stimmung. Die Spekulationen über US-Maiserträge auf Rekordniveau halten an. Ein Analyst des US-Brokerhauses Allendale warf die provozierende Frage auf, ob 185 bushel/acre möglich wären. Das entspräche 11,6 t/ha. Realistische Einschätzungen halten aber Durchschnittsbeträge von mehr als 175 bushel/acre (11,0 t/ha) kaum für machbar. Dies wären aber immer noch fast 6 Prozent mehr, als das USDA geschätzt hatte.
 
In Paris kam es zu einer kräftigen Korrektur für August. Der Maiskurs gab 5,25 €/t nach und fiel auf 162 €/t ab. Damit vollzieht die Börse bereits eine Anpassung der alterntigen Maispreise an die neue Ernte. Der November schloss an der Matif  mit 158 €/t. (St) 
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