Märkte am Morgen: Getreide

Qualitätsweizen bleibt im Aufwind

Weizen: Der europäische Terminmarkt konnte von festeren Vorgaben aus Übersee nicht profitieren. Währungseinflüsse, moderates Wetter und Regen drückten auf die Weizenkurse an der Matif. Die Notierungen gaben 1 €/t nach. Der September rutschte  wieder unter die Marke von 170 €/t, der Dezember schloss mit 174 €/t. Der Euro legt  gegen den Dollar weiter zu, notiert heute Morgen oberhalb von 1,14 US-Dollar und auf dem höchsten Stand seit mehr als einem Jahr.
 
Die jüngsten Niederschläge und die kühle Witterung verbessern die Aussicht für die europäische Weizenernte wieder etwas, denn in den späten Erntegebieten könnte der  Regen noch früh genug gekommen sein, um größere Ertragseinbußen zu verhindern. Im   Südwesten Frankreichs wurden zwar gute Qualitäten geerntet, doch der Schlüssel für die französische Weizenproduktion dürfte im Norden und Nordwesten des Landes, wo im Jahresverlauf signifikant wenig Niederschläge fielen.   
 
Am Hamburger Markt blieben die Kassamarkt-Prämien für Weizen Basis 12 % Protein unverändert. Für Qualitätsweizen zeichnet sich jedoch ein fester Markt ab. Die Offerten für Weizen mit 14 % Protein für September-Lieferung lagen in Hamburg 19 €/t über Matif-Dezember. In den baltischen Ländern wird für proteinreicher Qualitätsweizen allerdings nur ein Aufschlag von 14 €/t auf die Matif-Notierung genannt.  
 
In Chicago profitierte Weizen erneut von der Sommerweizen Rally und den äußerst festen Notierungen der Weizenbörse in Minneapolis. Dort sprang der Kurs für Sommerweizen erstmals seit mehr als drei Jahren über 7 US-$/bushel und legte am Vortag 3,2 % zu. Chicago reagierte darauf mit Kursgewinnen von 4 Cent/bushel und der  Juli schloss mit 4,58 US-$/bushel.
 
Heute wird Statistics Canada seine neue Flächenschätzung für Kanada veröffentlichen. Die Markterwartungen gehen davon aus, dass die kanadische Weizenfläche mit 22,7 Mio. acres 480.000 acres niedriger als im Frühjahr ausgewiesen wird. Die CME-Gruppe will in Australien Ende Juli einen auf den australischen Export zugeschnittenen Weizen-Future installieren.
 
Mais: Die vorteilhafte Wetterlage für Mais in Mittleren Westen mit Schauern und Niederschlägen ließ die Maiskurse in Chicago wieder etwas zurückgehen. Der Juli notierte nach einem Minus von 2,4 Cent/bushel mit 3,56 US-$/bushel. Positive Einflussfaktoren wie die gesunkenen wöchentlichen US-Ethanolbestände bei gleichzeitig deutlich gestiegener Ethanol-Produktion in den USA wurden ausgeblendet.
 
In Paris gab Mais unisono mit Weizen nach. Der August verlor 0,75 €/t und schloss mit 173,50 €/t. (St) 
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