Märkte am Mittag

Räumungsverkäufe vor Weihnachten


Die Mühlen in Deutschland sind nur sporadisch am Markt zu entdecken. Dafür profitieren Händler von Exportlieferungen in die Benelux-Länder, Italien sowie in Drittstaaten. Die Abgabebereitschaft bei Weizen ist auch im traditionell zurückhaltenden Süddeutschland angesprungen. Landwirte nutzen die Preissteigerungen, um Teilauflösungen vorzunehmen. Dabei handelt es sich überwiegend um Partien, die auf den Höfen gelagert werden. Selbst von Süddeutschland aus werden in diesen Wochen Schiffe für die Seehäfen mit Weizen beladen.

Italien bleibt eines der wichtigsten Länder für Qualitätsweizen aus Süd- und Südostdeutschland. Doch gleicht der Handel in diesem Jahr einem Glücksspiel. Die Versendung von Probemuster sind sehr aufwändig. Probleme gibt es immer noch bei den überlagerten Partien, wo der Klebergehalt nicht immer den Anforderungen der Kunden entspricht. Landwirte, die E-Weizen verkaufen, sind unzufrieden über die geringen Aufschläge, die sich für die Qualitäten mit hohen Proteinwerten erzielen lassen. 

Sowohl bei Weizen als auch bei Raps lassen sich keine Vorkontrakte für 2014 vereinbaren. Mit Blick auf die Börsenkurse winken Landwirte ab. So notiert Weizen im November 2014 mit 197 €/t unterhalb von 200 €/t. Dagegen kann der Januar-Termin für Weizen an der Matif den guten Wochenstart fortsetzen und gewinnt im Mittagshandel um 0,50 auf 210,50 €/t. 

Raps dagegen neigt zur Schwäche. Für den Februar-Termin in Paris steht ein Minus von 0,25 auf 377,25 €/t gegenüber dem Schlusskurs von Montag. (da) 
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