Märkte am Mittag

Raps- und Weizenmarkt in Seitwärtsbewegung

An der Matif notiert Weizen zum Mai-Termin heute gegen 12 Uhr bei 186,25 €/t und damit um 0,25 €/t fester als am Donnerstag. Der November Termin lag bei 184,25 €/t und damit 0,25 €/t fester als zuletzt.

Die Rapssaat für den Monat Mai 2015 liegt an der Matif bei 364,25 €/t auf einem um 1,75 €/t höheren Niveau als gestern. Die Weizenexporte der EU laufen weiterhin auf hohem Niveau. In dieser Woche wurden neue Exportlizenzen von 923.000 t Weichweizen gezogen. In der Summe haben sie in diesem Wirtschaftsjahr 2014/15 eine Menge von 20,8 Mio. t erreicht. Die wöchentlichen US-Exportzahlen fielen mit 328.000 t für die laufende Kampagne dagegen deutlich ab. Am Montag startet die Matif ihren neuen Mahlweizen-Future No. 3. Im Markt herrscht weiterhin Unsicherheit darüber, wie dieser Kontrakt angenommen werden wird.

Der Mahlweizen-Future No. 2 wird weiterhin zum Handel zur Verfügung stehen. Marktteilnehmer bekommen die Gelegenheit, für eine Übergangsfrist von sechs Monaten den neuen Kontrakt in den alten zu tauschen.

In Europa hält die stabile Exportnachfrage aus Frankreich, Deutschland und Rumänien die Notierungen auf einem stetigen Niveau. Die Verladungen in Hamburg und Rostock laufen ungebrochen lebhaft. Es wird vor allem der Weizen verschifft, der vor den Weihnachtstagen 2014 gehandelt wurde. Ein nennenswertes Neugeschäft gibt es dagegen kaum. Auch die Landwirte verkaufen derzeit bei Kaufideen von 175 €/t ab Hof und für 180 €/t Basis September 2015 für den B-Weizen frei Erfassungsstufe keine Ware. Beim A-Weizen werden in Mecklenburg für die März Lieferung ab Hof 190 €/t und für Gerste ab Hof 157,50 €/t geboten.

Die Preise für Sojaschrot und für die Rapssaat tendieren fester. In den USA wirken sich die tiefen Temperaturen und die vielerorts hohen Schneemengen preissteigernd auf Logistik und Verarbeitung aus. Der Kassamarkt in den USA ist derzeit fest und das könnte auch Signalwirkung mit einer höheren Sojaanbaufläche auf die kommende Anbauentscheidungen haben. In Brasilien sind gut ein Viertel der Sojabohnen geerntet. Proteste der brasilianischen LKW-Fahrer behindern derzeit den Sojahandel. Die LKW-Fahrer protestieren mit den Sperrungen von Autobahnen und Schnellstraßen gegen die Erhöhung der Steuer auf Dieseltreibstoff.

Die Rapspreise bewegen sich mit 360 €/t für die Lieferung im März 2015 und 350 €/t für die Lieferung ex Ernte 2015, angeliefert bei den Ölmühlen, wenig. Ab Hof erzielen Mecklenburgs Landwirte derzeit 345 €/t und 340 €/t ab Feld ex Ernte 2015. (Ps)
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