Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps-Futures halten sich in Deckung

Sojakomplex: Weitere Short-Eindeckungen als Nachwirkungen der USDA-Zahlen lassen den Sojakomplex weitgehend mit grünen Vorzeichen schließen. Die März-Bohne legte 5,4 Cent/bushel zu, Schrot notierte mehr oder weniger neutral. Das USDA hatte am Dienstag die Sojabohnen-Endbestände für die USA entgegen den Erwartungen etwas nach unten korrigiert und die globalen Endbestände um 3,3 Mio. t zurückgenommen. Der Rückgang der globalen Lagerbestände resultiert weitestgehend in einer Abwärtskorrektur von jeweils 1,4 Mio. t für Argentinien und China.
 
In China lassen sich keinerlei Signale für eine schwächere Nachfrage nach Sojabohnen ausmachen. Im Dezember erreichten die chinesischen Sojabohnenimporte mit 9,1 Mio. t ein neues Rekordniveau und lagen 6,9 Prozent höher als im Vorjahr und sogar 23 Prozent über den November-Zahlen.  
 
Raps: Die Stimmung am europäischen Rapsmarkt scheint gedrückt. Trotz freundlicheren Vorgaben vom Sojakomplex und wieder anziehenden Palmölnotierungen schlossen die Raps-Futures in Paris Matif größtenteils mit negativen Vorzeichen. Der Druck könnte durch Glattstellungen für den Ende Januar auslaufenden Februar-Kontrakt gekommen sein. Die offenen Positionen für Februar haben sich den Vortagen bereits deutlich reduziert. Ein kleiner Teil des Engagements wird allerdings in den Mai gerollt.
 
In Winnipeg profitierte Canola-Raps von Witterungseinflüssen, denn der Kurs des kanadischen Dollars gegen den US-Dollar fiel auf den niedrigsten Stand seit 13 Jahren. Die Notierungen konnten sich etwas festigen, der März schloss bei 485 Can-$/t.
 
Palmöl: Die Palmölnotierungen in Malaysia legten am Vortag wieder zu. Heute Morgen bewegen sie sich erneut im hellgrünen Bereich.
 
Rohöl: Der Druck am Rohölmarkt hält an. Kurzzeitig fiel auch Brent-Crudeöl unter die 30-Dollar-Marke, schloss aber noch mit 30,31 US-$/Barrel. Die erneut schwächeren chinesischen Aktienmärkte verstärkten trotz positiver Konjunkturdaten aus China die schwache Stimmung. Dabei laufen die Ölimporte Chinas auf Hochtouren und erreichten in Dezember einen neuen Rekordwert.
Die Rohölbestände in den USA stiegen entgegen den Erwartungen nur leicht an. Mit  462,6 Mio. bewegen sie sich unweit der Rekordniveaus. Am US-Andienungsort Cushing/ Oklahoma sind sie bereits auf ein neues Rekordniveau von 64 Mio. Barrel gestiegen. (St) 
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