Märkte am Mittag

Raps bleibt im Lager liegen

Markttendenz
Raps bleibt weit unter den Erwartungen. Die Ölmühlen müssen auf Exporte zurückgreifen. Die Kurse steigen. Guter Weizen ist rar, auch hier steigen die Preise.
Die Rapskurse bleiben nun doch nicht von der Erntemisere im Hauptanbaugebiet Mecklenburg-Vorpommern unbeeindruckt. Dass die europäischen Ölmühlen auf umfangreiche Importe angewiesen sind, wird nun immer offensichtlicher. An der Matif in Paris läuft der November-Kontrakt mit glatt 372 €/t einem neuen Monatsrekord entgegen. Wer im Juni Kontrakte für Raps abgeschlossen hat, kann sich freuen, aber die überwiegende Mehrheit der Rapsverkäufer hält die Ware jetzt zurück und wartet auf ein Schnäppchen in naher Zukunft. Dies bestätigt auch die Umfrage in agrarzeitung.de nach den Rapsverkäufen. Demnach wollen mehr als 50 Prozent der Teilnehmer, erst zu einem späteren Zeitpunkt ihren Raps verkaufen.

Am Hamburger Weizenmarkt mehren sich Stimmen, die mit einem höheren Anfall von Futterweizen rechnen. Kein Wunder, dass die Prämien steigen. Für den B-Weizen mit 12,5 Prozent Protein werden Prämien auf die Matif-Kurse in Höhe von 3 bis 5 €/t bezahlt je nach Qualität erhoben. Der Exporthandel macht sich derzeit wenig Hoffnungen, mitzumischen. Sie verweisen auf ihre Chancen in der zweiten Hälfte des Vermarktungsjahres 2017/18, wenn die Schwarzmeerländer ihr Pulver verschossen haben. In Paris steht der Weizen für Dezember mit 167,00 €/t etwas im Abseits von dem morgen mit Spannung erwarteten Wasde-Report für August vom US-Landwirtschaftsministerium. (da)
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