Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps dreht in die Verlustzone


Sojakomplex: Die Hoffnungen der Börsianer auf Regen in den argentinischen Anbaugebieten von Sojabohnen und Mais sind am Wochenende erfüllt worden. In den von Trockenheit betroffenen Regionen hat es in den vergangenen Tagen geregnet und weitere Regenfälle sind für das Wochenende angekündigt. Damit dürften die Wettersorgen in Argentinien „vom Tisch sein“, sagte ein US-Analyst. Die Kurse geraten in Chicago und an der Matif ins Rutschen.

Daran kann anscheinend auch eine weiterhin lebhafte Exportnachfrage nach US-Sojabohnen nichts ändern. Die wöchentlichen Exporterwartungen liegen bei 1,7 Mio. t; dazu meldet das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) frische Exportaufträge von weiteren 264.000 t.

Die Januar-Bohne an der Chicagoer Börse CBoT gibt um 14 Cent/bushel auf 10,22 US-$/bushel nach. Auch das Schrot muss Federn lassen und schließt am Montag mit 312,40 (Vortag: 317,10) US-$/short tons schwächer.

Raps: Zum Wochenauftakt verharrt Raps an der Warenterminbörse Matif in Paris in seinem Abwärtstrend, allerdings auf einem ansehnlichen Niveau von 415,75 (minus 1,50) €/t. An der kanadischen Börse in Winnipeg gerät der Januar-Termin von Canola-Raps in den Wettertaumel in Argentinien und endet leicht niedriger bei 515,00 can$/t. Analysten sprechen nun von einer Konsolidierungsphase an den Märkten für Ölsaaten, halten Preisanstiege aber durchaus für möglich. Solange die Ernte in Südamerika nicht eingefahren ist, dominieren die Wettermärkte den Kursverlauf.

Rohöl: Die Ölpreise haben am Montag Gewinne im Tagesverlauf abgegeben. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar gab am Ende 36 Cent ab und kostete 54,85 US-$/Barrel (159 Liter). Der Preis für die WTI-Sorte sank um 3 Cent auf 51,87 US-$/Barrel.

Zunächst sorgen Berichte, wonach zwei Ölfelder in Libyen nicht wie erwartet wieder in Betrieb gehen konnten, für eine leichte Befestigung. Ob es zu der angekündigten Drosselung vieler Ölförderländer kommt, bezweifeln die Analysten der Commerzbank. Sie sehen nach wie vor Rückschlagsgefahren für die Ölpreise. Denn Investoren setzen derzeit auf höhere Ölpreise. Sollten die versprochenen Produktionskürzungen nicht oder nur teilweise eintreten, wäre eine Korrektur mit fallenden Ölpreisen die Folge. (da)
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