Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps erholt sich weiter

Sojakomplex: Auf dem US-Sojamarkt wird die Entwicklung der Bestände genau beobachtet. Der bärische Wasde ist nun verdaut und die größere Produktionsmenge in den USA eingepreist. Bei der Bonitierung der Sojapflanzen bestätigen sich im Großen und Ganzen die guten Ertragserwartungen. Auch der angekündigte Zoll für argentinische Biodieselimporte scheint bereits in den Kursen abgebildet zu sein. Gestern konnte die Bohne in Chicago minimal zulegen. Der September schloss bei 9,35 US-$/t. Auch für Sojaöl waren die Vorzeichen grün. Sojaschrot gab dagegen leicht nach, denn bei einer steigenden Biodieselproduktion in den USA wird mehr Sojaschrot anfallen. Der September verlor 2 auf 935 US-$/short ton. Heute Morgen sind die Vorgaben aus Chicago freundlich. Bohne und Schrot stehen mit 2 bis 3 Cent beziehungsweise 80 Cent im Plus.

China importierte im Juli 10 Mio. t Sojabohnen, das waren 30 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 500.000 t davon kamen aus den USA.

Raps:
In Winnipeg und Paris konnte sich Raps gestern weiter erholen. November-Canola schloss mit einem Plus von 1,20 bei 508 Can-$/t. An der Matif legte November-Raps um 2 auf 370,75 €/t zu. Die Prognose des kanadischen Landwirtschaftsministeriums zur diesjährigen Rapsernte wirkten sich nicht dramatisch auf die Kurse aus. Mit einer Korrektur der Erträge und der Menge nach unten war gerechnet worden.

Palmöl: An der Börse in Malaysia war gestern keine klare Tendenz erkennbar. Vordere Termine gaben leicht nach, spätere konnten kleine Gewinne verbuchen.

Rohöl: Ein Rückgang der US-Ölbestände hat gestern für steigende Kurse gesorgt. Das Fass Brent verteuerte sich um 70 Cent auf 53,57 US-$. WTI schloss bei einem Plus von 77 Cent bei 48,41 US-$/barrel. Heute Morgen können die Vortagsgewinne gehalten werden.

Euro/Dollar: Mit 1,1799 notierte der Euro gestern fester. Heute Morgen schwankt der Kurs um 1,18 US-$. Das heutige Treffen der Notenbankchefs in den USA könnte im Tagesverlauf für größere Bewegungen sorgen. (SB)
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