Anbauabsichten

Raps frustiert britische Farmer

Auf Basis einer Umfrage, die Agrarberater von The Andersons Centre bei britischen Farmern durchgeführt haben, wird der Rapsanbau zur Ernte 2017 weiter im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent eingeschränkt. Hochgerechnet auf das Vereinigte Königreiches ergibt sich eine Fläche von nur noch 557.000 ha. Sie wäre nach Angaben der Branchenorganisation AHDB seit fünf Jahren kontinuierlich verringert worden.

Erdfloh breitet sich im Osten Englands aus

Als regelrecht dramatisch bezeichnet AHDB die geplante Verringerung im Osten Englands, wo ein Rückgang um 28 Prozent anstehen soll. Als Begründung nennt die Organisation Schäden durch den Erdfloh, seitdem der Befall sich nicht mehr durch Beizmittel ausschalten lässt. Hinzu kommt in diesem Jahr in der Region ausgeprägte Trockenheit zur Herbstbestellung, die ursprünglich geplante Rapsaussaaten verhindert hat. Dagegen berichten die Berater von größeren Rapsflächen im Süden Englands und in Schottland.

Weizenpause wegen Ackerfuchsschwanz

Alternativen zu Raps sind ebenfalls nicht unproblematisch. So gehen die Agrarberater zur Ernte 2017 von einer leichten Verringerung der britischen Weizenanbaufläche um 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. Sie wäre mit 1,8 Mio. ha auch um 4 Prozent geringer als im Fünfjahresdurchschnitt 2012 bis 2016. Für den Rückgang der Weizenfläche sind Fruchtfolgegründe ausschlaggebend, denn in Regionen mit intensivem Weizenanbau werden Farmer oft dem Ackerfuchsschwanz nicht mehr Herr. Schrumpfen soll auch die Wintergerstenfläche. In dieser Konstellation bleiben Flächen übrig, um deutlich mehr Sommergerste anzubauen. (db)
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