Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps gewinnt mit Soja leicht

Sojakomplex: Short-Eindeckungen, Technik und eine etwas positivere Erwartung an die chinesische Konjunktur ließen den Sojakomplex in Chicago mit Notizgewinnen schließen. Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft von 6,9 Prozent in 2015 fiel nicht ganz so schwach aus, wie weithin erwartet wurde. Die März-Bohne legte 4,4 Cent/bushel auf 8,83 US-$/bushel zu. Schrot schloss ebenfalls gut behauptet. Auch der schleppende Erntebeginn in Südamerika stützte die freundlichere Tagestendenz.
 
In Brasilien ist die Sojabohnenernte erst verhalten angelaufen. Die Meteorologen sagen für den zentralen Westen und nördlichen Teil des Mato Grossos in den nächsten Tagen stetige und zum Teil heftige Niederschläge vorher. Dies dürfte die Sojabohnenernte in den frühen Gebieten weiter verzögern. Neue Schätzungen haben die Erwartungen an die brasilianische Sojabohnenernte etwas korrigiert. AgroConsult geht in seinem neuen Bericht von einer Ernte von 99,2 Mio. t aus, ein namhafter Analysten taxiert die brasilianische Ernte nur noch auf 97 Mio. t und liegt 3 Mio. t unter den USDA-Zahlen. Für Argentinien erwartet er allerdings eine Sojabohnenernte von 59 Mio. t und damit 2 Mio. t mehr, als das USDA zurzeit noch schätzt.
 
Raps: Der Rapshandel an der Matif verläuft weiterhin äußerst lebhaft. Am Vortag wurden fast 848.000 t Raps am europäischen Terminmarkt gedreht. Die Kurse profitierten dabei von den freundlichen Vorgaben vom Sojakomplex und leicht gestiegene Palmölnotierungen. Der Februar notierte ein Plus von 0,75 €/t, der Mai konnte sich um 1,50 €/t auf knapp 362 €/t verbessern.  
In Winnipeg bewegte sich Canola-Raps trotz eines leichten Plus weiter in einem Seitwärtskorridor. Der März notierte knapp unter 488 Can-$/t.
 
Rohöl: Die Terminmärkte schlossen uneinheitlich. Brent Crude Öl konnte sich mit einem leichten Plus gut behaupten und notierte bei 28,76 US-$/Barrel. WTI gab dagegen knapp 1 US-$/Barrel nach und fiel heute Morgen im fernöstlichen Handel auf 27,54 US-$/Barrel.  Der Iran hat bekräftigt, seine Rohölförderung um 500.000 t Barrel pro Tag auszuweiten. Nach einer Analyse der Commerzbank zeichnet sich mittelfristig etwas Raum für das größere Angebot aus dem Iran ab. Schätzung der IEA zufolge wird das Rohölangebot aus den Nicht-Opec-Ländern im Jahresverlauf um 600.000 Barrel/Tag abnehmen. Parallel dazu lässt sich für 2016 ein globaler Nachfragezuwachs von 1,2 Mio. Barrel/Tag erwarten. (St) 
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