Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps gibt stramme Vorstellung

Sojakomplex: Eine neue Welle von Shortabdeckungen, feste Pflanzenölpreise und Währungseinflüsse ließen die Chicagoer Sojabohnen erneut fester schließen. Der Mai-Future legte nach einem Plus von 8,2 Cent/bushel auf 9,10 US-$/bushel zu. Auch charttechnisch basierte Käufe stützten die Kurse, denn der Frontmonat notierte erstmals seit August 2015 oberhalb des gleitenden 200-Tage-Durchschnitts. Sojaschrot machte bis zu 2,3 US-$ gut und der Mai notierte bei 271 US-$/short ton.
 
Raps: Ein lebhafter, vermutlich technisch bedingt der Handel, ließ die Rapsnotierungen an der Matif einen Satz nach oben machen. Der Mai schob sich nach einem Plus von 6,00 €/t auf über 365 €/t hoch. Das ganze ging einher mit einem äußerst aktiven Handel von fast 14.000 Kontrakten. Die festen Bohnen und anziehende Palmölnotierungen stützen. Vermutlich dürften Shortabdeckungen für den Preissprung in Paris aber die Hauptursache gewesen sein, zumal vom Rohöl keine wesentlichen neuen Impulse kamen.
 

In Winnipeg orientierten sich die Canola-Kurse ebenfalls nach oben. Der Mai notierte nach einem Plus von 3,60 $/t bei 473,50 Can-$/t. Auch in Übersee brachten Shortabdeckungen, feste Sojabohnen in Verbindung mit einer guten Nachfrage der inländischen Crusher die Preise hoch.
 
Palmöl: Der Auftrieb setzte sich mit einem neuerlichen Kursanstieg an der Börse fort. Der Junitermin stieg auf über 2700 Ringgit. Heute Morgen drücken aber Gewinnmitnahmen wieder auf die Palmölkurse. Der El-Niño hat zwar seinen Höhepunkt überschritten, wird aber noch bis in den Mai hinein für trockene Wetterbedingungen in Südostasien sorgen. USDA-Experten gehen davon aus, dass sich 2017 die Palmölproduktion in Malaysia wieder schnell erholen wird. Für den wichtigsten Palmöl-Produzenten Indonesien prognostizieren sie aber für das kommende Jahr noch keine signifikante Erholung der Produktion.
 
Rohöl: Die Kurse schlossen mit einem leichten Plus gut behauptet. Brent-Crudeöl notierte mit 41,79 US-$/bushel. Für WTI-Öl lag der Schlusskurs nach dem Wechsel des Frontmonats geringfügig darunter. Die Aussicht auf ein Einfrieren der Rohölproduktion lässt die Anleger auf steigende Rohölpreise wetten. Die Commerzbank taxiert die Erwartungen an das Treffen in Doha im April allerdings als hoffnungslos überzogen, zumal sich der Iran nicht an Produktionsbeschränkungen beteiligen will. (St) 
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