Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps kann erneut punkten

Sojakomplex: Nach dem Auslaufen der Optionen an der Chicagoer Börse scheinen sich die Sojamärkte etwas zu normalisieren. Die Rekord-Sojabohnenernte sorgte für Druck und die Januar-Bohne verlor 5,2 Cent/bushel. Sojaschrot gab ebenfalls nach, auf die späten Termine sogar mehr als 5 US-$/short-ton. Die US-Sojabohnenernte ist bis auf eine Restmenge von 97 Prozent abgeschlossen.
 
Die erneut beeindruckenden wöchentlichen US-Exportverladungen von 2,8 Mio. t Sojabohnen konnten die schwache Tagestendenz nicht drehen. Die Sojabohnenexporte aus den USA laufen im Rekordtempo, denn in der fünften Woche hintereinander meldet das USDA Verladungen von mehr als 2 Mio. t. Inzwischen haben die USA bereits 19,4 Mio. t US-Sojabohnen verladen oder wickeln sie gerade ab.   
 
In Südamerika sieht es derzeit gut für die Sojabohnen aus. Das Wetter in Argentinien und Brasilien soll nahezu optimal sein. Während in Brasilien 74 Prozent der Sojabohnen im Boden sind, scheint die Aussaat in Argentinien nicht so weit vorangekommen zu sein kommen, wie jüngst vermutet. Agenturberichten zufolge, sollen erst 36 Prozent der argentinischen Sojabohnen im Boden sein.
 
Raps: Raps strampelte sich von dem alles übergreifenden Einfluss der Sojabohnen frei. Trotz der schwachem Vorgaben aus Übersee legt die Matif bis zu 3,25 €/t beim Raps zu. Die festere Stimmung wurde auch nicht von schwächeren Palmölnotierungen getrübt, die Notizgewinne kamen allerdings bei unterdurchschnittlichen Handelsvolumen zustande.
In Großbritannien haben die Farmer die diesjährige Aussaatfläche für Raps nach Einschätzung einer namhaften Beratung- und Dienstleistungsorganisation um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingeschränkt.  
 
In Winnipeg scherte sich Canola-Raps ebenfalls nicht die Bohne um die Bohne. Die Canola-Notierungen legen auf allen Termin leicht zu.

Rohöl: Nach zwei festen Tagen folgte trotz festerer Aktienkurse wieder eine Korrektur. Brent Crudöl verlor 0,68 US-$/Barrel, WTI-Rohöl sogar noch etwas nach. Die Hedgefonds vermissen angeblich klare Signale der Opec für eine Produktionseinschränkung vor ihrem Treffen in Wien. Auch die Verhandlungen des Irans mit den USA über den Abbau von Sanktionen im Zuge des Atomstreits drückten auf die Stimmung der Anleger. (St)
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