Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps kann sich halbwegs halten

Sojakomplex: Der Höhenflug der Sojabohnen fand im Sitzungsverlauf wieder ein Ende. Zwischenzeitlich war die November-Bohne erstmals nach sechs Wochen wieder auf über 10  US-$/bushel angestiegen. Dann drückten Gewinnmitnahmen auf die Stimmung. Die Bohne fiel für November 15,6 Cent/bushel ins Miinus, Schrot gab 2,20 US-$/short-ton für den Dezember-Kontrakt nach.
 
Trotz der Schwankungen zeigen die Sojanotierungen seit Anfang Oktober in Richtung Norden. Die Tiefs bei der Bohne könnten vorbei sein, denn aus der laufenden Ernte hat sich kein weiterer Preisdruck mehr aufgebaut. Im Gegenteil: unterm Strich legte die November- Bohne in der Vorwoche 25 Cent/bushel und Sojaschrot 20 US-$/short-ton zu.
 
In Brasilien dürften sich die trockenheitsbedingten Aussaat-Probleme kurzfristig relativieren. In weiten Teilen des Landes hat es geregnet, weitere Niederschläge sind angekündigt. Die verspätete Aussaat könnte in den kommenden Tagen etwas vorankommen.
 
Raps: An der Matif wurde Raps am Vortag in einer Bandbreite von knapp 4 €/t gehandelt. Mit nachgebenden Sojanotierungen musste Raps die Gewinne weitgehend abgeben. Der November schloss 0,75 €/t schwächer, die Folgetermine konnten sich dagegen mit einem leichten Plus gut behaupten. Auch die zuletzt anziehen Palmölnotierungen könnten etwas gestützt haben.
In Winnipeg sorgten dagegen Gewinnmitnahmen beim Canola-Raps für deutlichere Notizverluste bis in den zweistelligen Bereich.  
 
Rohöl: Die Kurse gaben nach. Brent verlor 0,70 US-$/Barrel, WTI März gut 1 US-$/Barrel. Die Meldungen um eine kleinere Rohölförderung der Saudis haben sich anscheinend nicht bestätigt. Nach einem Bericht der Commerzbank soll Saudi-Arabien im September zwar 328.000 Barrel Rohöl pro Tag Rohöl weniger angeboten, aber gleichzeitig die Förderung ausgeweitet haben.
 
Die Analysten der Bank haben ihre Preisprognose der durchschnittlichen Rohölpreise für 2015 auf 85 US-$/Barrel zurückgenommen. Sie gehen davon aus, dass sich die Mitglieder der Opec auf keine Preisstrategien einigen können und in erster Linie ihre Marktanteile verteidigen wollen. (St) 
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