Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps kann sich kurzfristig fangen

Sojakomplex: Der Druck auf die Chicagoer Sojabohnennotierungen hat kurzfristig etwas nachgelassen. Dennoch schließen Sojabohnen und Sojaschrot im Minus, lediglich Sojaöl kann sich im grünen Bereich halten. Die einsetzende Sojabohnenernte in USA lässt allerdings kurzfristig kaum stabilere Tendenzen erwarten, denn üblicherweise geraten die Chicagoer Sojabohnennotierungen während der Ernte unter saisonalen Preisdruck. Wetterprobleme sind zurzeit keine in Sicht, die Bedingungen für die abreifenden Sojabohnenbestände sind ausgezeichnet. Der Markt spricht zudem von höheren US-Sojabohnenflächen im kommenden Jahr, da der Sojabohnenanbau den US-Farmern höhere Renditen als Mais bietet.  
 
In Brasilien hat die Sojabohnenaussaat auf frühen Flächen begonnen. Viele Schätzungen gehen davon aus, dass Brasilien in diesem Jahr seiner Sojabohnenanbaufläche um 5 Prozent ausdehne wird. Argentinien wird offiziellen Aussagen des Agrarministeriums zufolge seine Sojabohnenfläche mit und 20 Mio. Hektar stabil halten.
 
Raps: Nach den schwachen Vortagen können sich die Rapsnotierungen an der Matif etwas fangen. Der November schließt mit 311,25 €/t und einem Plus von 0,75 €/t, fiel aber zeitweise auf unter 309 €/t. Etwas festere Canola-Notierungen und die stabilere Tendenz bei Palmöl konnten den Futures etwas geholfen haben.
In Winnipeg legten die Canola-Futures ebenfalls etwas zu. Dort werden die festeren Sojaölnotierungen in Chicago und Shortabdeckungen für die festere Tagestendenz ins Feld geführt.
 
Rohöl: Die Terminmärkte schlossen uneinheitlich. WTI zog 0,69 US-$/t an, Brent Crudöl gibt 0,12 US-$/t nach. Neue Konjunkturdaten aus China, die auf eine positive Stimmung der chinesischen Wirtschaft deuteten, sorgten zeitweise für grüne Vorzeichen beim Nordsee-Öl. Die Commerzbank sieht weiterhin ein Überangebot am Rohölmarkt und erwartet weiteren Druck. (St)
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