Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps lässt kräftig Federn

Sojakomplex: Fehlende kurzfristigen Aussichten auf ein Wetter-Ereignis und Vorhersagen über weitere Niederschläge im Mittleren Westen ließen die Bohnen erneut schwächer schließen. Der Juli verlor 10,2 Cent/bushel und notierte mit 11,33 US-$/bushel. Der November verlor sogar 22 Cent/bushel. In Chicago wurden erneut  Wetterprämien ausgepreist. Auch technische Einflüsse machten sich bemerkbar, denn der Markt gilt als etwas überkauft.
 
China stockte seine Bohnenimporte im Mai noch einmal kräftig auf. Mit 7,7 Mio. t liegen die chinesischen Einfuhren 25 Prozent über denen des Vormonats.  
 
Raps: Die scharfe Korrekturphase am Rapsmarkt hielt an. An der Matif gaben die beiden vorderen Termine um die 7,00 €/t nach. Der August fiel auf unter 360 €/t. Der November notierte ein Aufgeld von 6,00 €/t gegenüber dem Frontmonat.  Am Kassamarkt ist die  Preisdifferenz noch gravierender. Dort lassen sich für Oktober/Dezember höre Prämien von bis zu 10,00 bis 12,00 €/t als für den Erntetermin erzielen, so dass das Geschäft ex Ernte vernachlässigt bleibt.
 
In Winnipeg brachen die Canola-Notierungen geradezu ein. Der Juli verlor 15 Can-$ und fiel auf unter 484 Can-$/t In einer Woche büßte der Frontmonat 8 Prozent an Wert ein.  Die neue Ernte gab knapp 14 Can-$/t nach. Schwache Vorgaben der übrigen Ölsaaten, aber auch Positionsbereinigungen aufgrund des guten Zustands der heranwachsenden kanadischen Rapsernte sorgten für den Preisbruch.
 
Palmöl: Die Stimmung für Palmöl bleibt schwach. Die Kurse gaben erneut nach.  
 
Rohöl: Neue Anregungen und Erkenntnisse fehlen. Nach Einschätzung der Commerzbank sind die Kursbewegungen derzeit Stimmungs-getrieben. Nach schwachem Start wurden die höchsten Tagesverluste teilweise kompensiert. Brent Crudeöl  schloss mit 50,62 US-$/Barrel neutral, WTI gab etwas nach und notierte unterhalb von 49 US-$/Barrel. Gegenbewegungen auf den festen Vortag und die Vereinbarung eines 30-tägigen Waffenstillstands zwischen der Regierung und Rebellen in Nigeria dürften den Rahmen gesetzt haben. (St) 
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