Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps legt wieder etwas zu

Sojakomplex: Spekulationen über eine steigende Nachfrage Chinas nach Sojabohnen ließen den gesamten Komplex mit grünen Vorzeichen schließen. Die März-Bohne legte  4,4 Cent/bushel zu, Sojaschrot notiert 2,4 US-$/short ton fester. Der Markt geht davon aus, dass China im Vorfeld des chinesischen Neujahrsfestes im Februar noch größere Sojabohnenkäufe tätigen wird. Fundamental bleibt alles beim Alten.
 
Die Börse in Buenos Aires hob ihre Prognose der argentinischen Sojabohnenernte auf 58 Mio. t an und bewegt sich im Mittelfeld der gängigen Schätzungen. Die meisten Prognosen für Argentinien bewegen sich zurzeit +/- 1 Mio. t um diesen Wert. In Brasilien fiel der Real gegen den US-Dollar auf ein Rekordtief und verbessert die Konkurrenzfähigkeit der brasilianischen Sojabohnen am Weltmarkt weiter.
 
Raps: Die Notierungen an der Matif konnten sich fangen. Der Februar-Raps notierte mit mithilfe freundlicheren Sojabohnen und kurzfristig nachlassendem Druck vom  Rohölmarkt ein Plus von 2,00 €/t und schloss mit 356,50 €/t. Auch technische Gegenreaktionen auf die zuletzt deutlich rückläufigen Notierungen dürften die Tagestendenz gestützt haben.
 
In Winnipeg setzten Währungseinflüsse und technische Verkäufe die Canola-Notierungen unter Druck. Der März fiel nach einem Minus von 1,80 Can-$/t auf 483 Can-$/t ab.
 
Palmöl: Die Palmölnotierungen standen erneut unter Druck und schlossen schwächer.  Heute Morgen sind die Vorzeichen aus Malaysia allerdings wieder grün. Indonesien rechnet für 2016 mit einer Palmölproduktion von etwa 32 Mio. t. Dies wären 500.000 t weniger als im Vorjahr und der Einfluss des Wetterphänomens El-Niño scheint sich noch in überschaubarem Rahmen zu halten.
 
Rohöl: Der Terminmarkt zeigte nach der rasanten Talfahrt der Vortage wieder etwas Gegenwehr. Brent Crudeöl legte 1,37 US-$ zu und auch WTI konnte sich etwas verbessern. Heute Morgen bewegen sich beide Ölsorten nach weiteren Kursgewinnen oberhalb der Marke von 30 US-$/Barrel. Möglicherweise hat die kalte Witterung in der nördlichen Hemisphäre etwas zu Stabilisierung beigetragen. Der Druck scheint aber noch lange nicht vorbei zu sein, denn die Preise für OPEC-Öl fielen am Mittwoch auf 22,48 US Barrel. In der kommenden Woche zeichnen sich zudem wieder mildere Temperaturen ab. (St) 
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