Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps macht etwas Boden gut

Sojakomplex: Die Sojabohnennotierungen in Chicago konnten sich im Zuge steigender Exporterwartungen gut behaupten, profitieren aber wesentlich von den etwas festeren Sojaölnotierungen. Die Schrotpreise in Chicago gaben bei Spreads gegen Sojaöl dagegen leicht nach.
 
Die Ertragserwartungen an die US-Sojabohnenernte sind weiterhin hoch. Nach inoffiziellen Zahlen aus dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium sollen 90 Prozent der US-Sojabohnen Erträge von mehr als 50 bushel/acre bringen. Die offizielle USDA-Schätzung lag zuletzt dabei einem Durchschnittsertrag von 46,6 bushel/acre für die US-Sojabohnenernte.
 
Raps: Die Notierungen in Paris zeigten zum zweiten Mal hintereinander etwas stabilere Tendenzen. Vor allem die festeren Palmölnotierungen gaben Hilfestellung, denn in Malaysia scheint das scheinen die Tiefs beim Palmöl inzwischen überwunden zu sein und die Kurse befinden sich wieder in einer Aufwärtsbewegung. Der Matif-Raps legte für November 3,50 €/t zu und auch die Folgetermine notierten fester.
 
In Winnipeg ließ sich die Börse vom festeren Sojaöl und den Vorgaben aus Europa inspirieren und notierte den Canola-Raps ebenfalls vor allen Termin höher. Das Aufwärtspotenzial wird allerdings durch Erwartungen begrenzt, nachdem die kanadische Rapsernte voraussichtlich größer ausfällt, als zuletzt geschätzt.
 
Rohöl: Die wöchentlichen US-Rohölbestände sind um knapp 4,3 Mio. t gefallen, die Analysten hatten einen Anstieg der Bestände erwartet. Die WTI-Kurse regierten daraufhin mit einem Kursgewinn von 1,24 US-$/Barrel, Brent legte nur geringfügig zu.
 
Der Rohölmarkt ist weiterhin von einer Überversorgung geprägt, schreibt die Commerzbank. Libyen produziert inzwischen wieder 800.000 Barrel pro Tag und der Südirak hat seine Rohölproduktion in laufenden Monat Agenturberichten zufolge um 200.000 Barrel/Tag hochgetrieben. Die Luftangriffe der USA auf die Raffinerien und Ölanlagen der IS-Terrorbrigaden zeigten keine Wirkung auf die Rohölmärkt. (St)
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