Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps macht etwas Boden gut

Sojakomplex: Die Fonds präsentierten sich in Chicago zum Monatsauftakt in Kauflaune und brachten die Sojabohnen-Notierungen nach vorbörslicher Schwäche mehr als 12  Cent/bushel nach oben. Der März schloss mit 10,37 US-$/bushel. Sojaschrot legte für den März nur leicht auf 336 US-$/short ton zu. Ein Verkauf von 237.000 t US-Sojabohnen an eine unbekannte Destination nährte Hoffnungen auf eine anhaltende  Nachfrage nach US-Sojabohnen, trotz der einsetzenden Ernte in Südamerika.  
 
In Brasilien wird die laufende Bohnenernte durch Regenfälle unterbrochen. Für Argentinien sind die Wetteraussichten durchwachsen. In einigen Teilen Argentiniens sind Niederschläge durchaus willkommen und verbessern die Wachstumsbedingungen. In den zentralen Anbaugebieten könnten sie aber zu lokalen Nässeproblemen führen.
 
Raps: Nach einer wechselhaften Sitzung, in der Raps an der Matif in einer Bandbreite von 6 €/t gehandelt wurde, sorgte der feste Sojakomplex wieder für Kursgewinne. An der Matif legte der Mai 2,50 €/t zu und schob sich mit 412 €/t wieder über seine wichtige Stützungslinie.
In Winnipeg legte Canola-Raps für den März 4,60 $/t zu schloss mit 512 Can-$/t. Neben dem Sojakomplex stützen auch festeren Rohölpreise den Rapsmarkt.
 
Palmöl: Am Montag fanden an der Börse in Kuala Lumpur keine Notierungen statt. Heute Morgen macht Palmöl mit Kursgewinnen von bis zu 47 MYR die Verluste der beiden vorangegangenen Handelstage wieder wett.
 
Rohöl: Das auf und ab hält an und die Rohölnotierungen bewegen sich seit Anfang Dezember in einer Seitwärtsbewegung mit einer enger werdende Bandbreite. Zum Wochenauftakt zogen die Kurse bis zu 1,22 für Brent-Crudeöl auf 56,80 US-$/Barrel an. WTI legte ebenfalls gut 1 US-$/Barrel zu. Die überraschend stark angestiegenen wöchentlichen US-Rohölbestände von 6,5 Mio. Barrel sorgten nur kurzfristig für Druck auf die Preise.
 
Russland hat im Januar seine Ölproduktion um 100.000 Barrel reduziert und damit ein Drittel der zugesagten Einschränkungen erfüllt. Einer Reuters-Umfrage zufolge haben die Opec-Mitglieder im Januar bereits 82 % ihrer geplanten Produktionskürzung realisiert. (St) 
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