Ernteprognose

Raps macht sich rar

Ziemlich genau 5 Mio. t geringer als im Vorjahr soll die Welternte an Raps im Wirtschaftsjahr 2015/16 sein. Die Analysten von Oilworld, Hamburg, gehen von einer Erzeugung von rund 64 Mio. t (Vorjahr 69 Mio. t) aus. Die Minderernte summiert sich aus allen für die Weltmarktversorgung wichtigen Erzeugungsländern, allen voran die EU mit minus 2,9 Mio. t, gefolgt von Einbußen in Kanada, der Ukraine und Australien.

In der EU schätzt Oilworld jetzt eine Rapsernte 2015 von 21,5 Mio. t. Das Defizit von 2,9 Mio. t im Vergleich zum Vorjahr wird kaum durch zusätzliche Importe zu decken sein, erwartet Oilworld. Deswegen rechnen die Hamburger Analysten damit, dass die Verarbeitung der Ölmühlen in der EU 2015/16 um 1,5 Mio. t geringer sein könnte als im Vorjahr. Sie hatten allerdings 2014/15 mit fast 25 Mio. t auch einen Höhepunkt erreicht, weil vor einem Jahr in der EU und auch global eine Rekordrapserzeugung eingefahren wurde.

Die engere Rapsversorgung wird Rapsöl im Vergleich zu Sojaöl und Palmöl verteuern, beschreibt Oilworld als eine wahrscheinliche Konsequenz. Auch das Rapsschrotangebot könnte knapper ausfallen. (db)
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