Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps muss wieder Federn lassen

Sojakomplex: Die Realisierung von Gewinnen ließen die Chicagoer Sojabohnen wieder nachgeben. Die März-Bohne verlor 9,4 Cent/bushel und notierte mit 8,77 US-$/bushel. Schrot gab für die beiden vorderen Termine 4,5 US-$/short ton nach. Mehr Bohnenverkäufe der US-Farmer und gute Witterungsbedingungen für die südamerikanischen Sojabohnenernten drückten auf die Stimmung an der Börse. In Brasilien hat es geregnet und für die trockenen Gebiete Argentiniens lassen sich nach den Wettervorhersagen zum Wochenende und in der nächsten Woche Niederschläge erwarten.
 
Informa hat seine Schätzung für die brasilianische Sojabohnenernte um 0,9 Mio. t auf 100,5 Mio. t nach unten korrigiert. Für Argentinien erwarten die privaten US-Analysten eine Sojabohnenernte von 60 Mio. t und haben ihre vorangegangene Prognose um 1,5 Mio. t erhöht.
 
Die argentinischen Farmer sitzen nach Beobachtungen des ADM-Konzerns noch immer auf etwa 12 Mio. t großen Bohnenbeständen. Bisher haben sie erst wenig verkauft,  denn die Senkung der Exportsteuern um 5 Prozent auf 30 Prozent für Sojabohnen bot noch keinen größeren Anreiz. Aber auch die argentinischen Ölmühlen werden von ihnen nicht allzu reichlich mit Sojabohnen versorgt, denn die Kapazitäten der Ölmühlen des Landes sind schätzungsweise nur zu Zweidrittel ausgelastet.
 
Raps: Gewinnmitnahmen und Währungseinflüsse durch einen schwächeren US-Dollar dürften den Raps an der Matif unter stärkeren Druck gesetzt haben. Der Mai-Kontrakt büßte knapp 5 €/t ein und fiel bei Börsenschluss auf 363 €/t. Selbst festere Palmöl- und Rohölnotierungen konnten die schwache Sitzung nicht drehen.
 
Auch in Winnipeg verlor Canola wieder. Der Frontmonat März notierte bei rund 4,72 Can-$/t und die schwächere Tendenz der Vortage setzte sich fort. Heute wird Statistics Canada neue Zahlen über den kanadischen Canola-Markt veröffentlichen.
 
Rohöl: Der schwächere US-Dollar gab den Rohölnotierungen Auftrieb. Die Kurse schlossen bis zu 2,40 US-$/Barrel fester. Brent Crudeöl konnte sich wieder auf über 35 US-$/Barrel hocharbeiten. Der Währungseinfluss überlagerte die bärischen Daten von steigenden US-Rohölbeständen vollständig. In der Vorwoche sind die Rohölbestände in den USA um 7,8 Mio. Barrel und damit erstmals auf mehr als 500 Mio. Barrel angestiegen. (St) 
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