Märkte am Mittag

Raps schwächer und Weizen fester

Der Weizen zum Dezember-Termin heute gegen 13.00 Uhr bei 182,25 €/t um 0,50 €/t stabiler. Bei der Rapssaat notiert der Monat August 2015 bei 359,50 €/t gegenüber dem Mittwoch auf einem um 0,25 €/t niedrigeren Niveau. Russland beschließt das Ende der Exportsteuer auf Weizen. Zu wenig Regen in Australien und zu viel Regen in Indien geben den Preisen etwas Unterstützung. Das USDA geht davon aus, dass die EU auch im kommenden Wirtschaftsjahr größter Weizenexporteur der Welt bleiben wird. Nach seinen ersten Prognosen für 2015/16 wird die EU-28 in der nächsten Saison 32,5 Mio. t Weizen einschließlich Weizenerzeugnissen ausführen. EU-Weizenexporte der laufenden Kampagne werden auf die Rekordmenge von 34,5 Mio. t geschätzt. Die EU-Weizenernte wird bei 150 Mio. t gesehen. Das wären 6 Mio. t Weizen weniger als zur Ernte 2014. Die Vermarktung der neuen Ernte kommt nach wie vor nur sehr schleppend voran. Erzeuger bleiben zurückhaltend. Preise der neuen und alten Ernte gleichen sich an. Die Kaufideen liegen um 185 Euro/t franko Hamburg Basis Abr. September 2015.

Die  Rapskurse an der Matif in Paris bewegen sich seitwärts. Das USDA erwartet für die kommende Kampagne erneut Rekordernten in Südamerika und in den USA. Die Endbestände wurden in der jüngsten Schätzung nach oben korrigiert. Die weltweite Versorgungslage für Ölsaaten ist komfortabel und liefert derzeit keine Argumente für steigende Preise. Auch drückt der festere Euro auf zu hohe Exporterwartungen aus der EU. Die Palmölnotierungen gaben zuletzt deutlich nach. Am Kassamarkt besteht unverändert Nachfrage nach alterntigem Rapssaaten. Die Ölmühlen haben noch Zukaufbedarf, aber es werden nur geringe Mengen angeboten. Die neue Ernte wird hingegen wenig nachgefragt. Für die EU-28 erwartet das USDA eine Verringerung der Erzeugung von Rapssaaten um elf Prozent auf 21,6 Mio. t. Der Markt wartet auf neue Impulse bzw. Wetternachrichten. (Ps)
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