Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps setzt Erholung fort

Sojakomplex: Gewinnmitnahmen setzten die Kurse nach den festeren Vortagen wieder unter Druck. Die Sojabohne gab aber nur geringfügig nach, der Januar schloss bei 8,91 US-$/bushel. Schrot verlor im Frontmonat 2 US-$/short ton. Sojaöl notierte etwas freundlicher.
 
Die Sojabohnenverladungen in den USA laufen auf Hochtouren, denn in dieser Woche hat das USDA Exportanmeldungen von 1,46 Mio. t Sojabohnen veröffentlicht. Auf die Kurse zeigten die Zahlen jedoch keine Auswirkungen. An der Börse war unterschwelliger Druck durch die Aussicht auf ein großes Sojabohnenangebot aus Argentinien zu spüren. Die Fonds wetteten in der Vorwoche noch immer auf fallende Preise und weiteten ihre netto-Shortpositionen aus.
 
Für Brasilien reduzieren die jüngsten Schätzungen die Erwartungen an die kommende Ernte. Ein namhafter Analyst vor Ort rechnet aufgrund fehlender Niederschläge im zentralen Westen und Nordosten Brasiliens nur noch mit einer Sojabohnenernte von 97,9 Mio. t. Die größte Anbauorganisation Brasiliens hält die Conab-Schätzung von 102,5 Mio. t definitiv für nicht erreichbar. Nach der Studie eines agrarwirtschaftlichen Instituts stehen in Mato Grosso nur 32 Prozent der Sojabohnenbestände gut bis exzellent, 43 Prozent befinden sich dagegen in einem schlechten bis sehr schlechten Zustand. Der Mato Grosso ist das größte Soja-Anbaugebiet Brasiliens und trägt etwa 30 Prozent zur brasilianischen Sojabohnenernte bei.
 
Raps: Die Notierungen an der Matif zeigten weitere Gegenreaktionen auf die vorangegangenen Kursverluste und konnten sich erneut etwas erholen. Der Februar und Mai legten 2 €/t auf 375 €/t zu. 
Auch in Winnipeg lassen die Canola-Kurse wieder eine leichte Aufwärtstendenz erkennen. Der Januar legte 6,70 Can-$/t zu und notierte bei Börsenschluss mit 481,50 Can-$/t. Die etwas anziehende Palmölnotierungen unterstützen die Rapskurse.  
 
Rohöl: Die schwache Tendenz hielt an. Brent fiel auf den tiefsten Stand seit elf Jahren und notierte bei Börsenschluss mit 36,35 US-$/Barrel. Eine sehr schwache Heizölnachfrage und rückläufige Preise bei den Heizöl-Futures aufgrund der milden Temperaturen drückten zusätzlich auf Rohöl. Die Opec lässt zudem keine Anzeichen zu Produktionseinschränkungen erkennen. (St) 
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