Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps trotzt schwächeren Sojakursen


Sojakomplex: Der Aufwärtstrend bei Sojabohnen scheint dem Ende zu zugehen. Die Kurse gaben sowohl für Bohnen als auch für Schrot etwas nach. Schrot notierte mehr als 5 US-$/t im Frontmonat schwächer. Nachdem die Mai-Bohne in der Vorwoche beim Sturm auf die Marke von 15 US-$/Bushel gescheitert war, könnte die Preisspitze erreicht sein. Die enge US-Bilanz ist allseits bekannt und solange keine Wettermärkte für die neue Ernte einsetzen, fehlen Argumente für einen weiteren Preisauftrieb.
 
Die alterntige US-Sojabilanz könnte zudem durch Bohnenimporte aus Südamerika unterstützt worden. Frisch eingetroffene Schiffsankünfte von brasilianischen Sojabohnen in den USA haben am Vortag zum Preisdruck beigetragen. Kurzfristig könnte der morgige USDA-Report aber für etwas Auftrieb sorgen, denn die Analysten erwarten im Schnitt eine Reduzierung der Sojabohnen-Endbestände in USA um knapp 200.000 t auf 3,78 Mio. t.
 
Raps: An der Matif ließ sich Raps nicht von Stimmung in Chicago beeindrucken. Die Kurse für die alte Ernte zogen 2,25 €/t und für den August 2,75 €/t an. Für den europäischen Raps kommen aufgrund der fehlenden Niederschläge erste Befürchtungen über das Ertragspotenzial auf.
Auch in Winnipeg wollte man den Vorgaben des Chicagoer Sojakomplex nicht folgen. Canola legte 6,80 Can-$/t im Frontmonat zu.
 
Rohöl: Die Notierungen sind mit den jüngsten Entwicklungen in Libyen etwas unter Druck geraten. Brent notierte 0,90 US-$/Barrel schwächer, WTI gab 0,70 US-$/t nach. In Libyen haben die Rebellen die beiden kleineren Ölhäfen mit einer Verladekapazitäten von insgesamt 170.000 Barrel/Tag wieder an die Regierung zurückgegeben. Die Räumung der weitaus größeren restlichen beiden Verladehäfen mit einer Kapazität von 450.000 Barrel/Tag soll in den kommenden Wochen erfolgen. (St)
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