Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps verliert an der Matif

Sojakomplex: Die Regenfälle in Argentinien haben eine ungeheurer Wirkung auf den weitern Kursverlauf von Sojabohnen. Die Situation in Südamerika sei derzeit die größte fundamentale "Wild card" auf dem Ölsaatenmarkt", sagte ein Händler. Die Wetterbedingungen üben eine große Volatilität auch auf die globalen Getreidemärkte aus. Derzeit sieht alles gut aus, in Argentinien sind weitere Regenfälle angekündigt, in Brasilien könnten nunmehr einige Gebiete auch Regen gebrauchen. Die Ernte steht auf der Südhalbkugel ab Januar ins Haus.

Die Januar-Bohne ging an der Chicagoer Börse am Dienstag mit einen Minus von knapp 16 Cent auf 10,05 US-$/bushel aus dem Handel. Auch die Anschlusstermine mussten alle Gewinne abgeben. 

Sojaschrot konnte sich dem generellen Sog nicht entziehen. Der Januar-Termin endete am Dienstag um 3,40 US-$/short ton niedriger bei 308,80 US-$/short ton.

Im kanadischen Winnipeg schafft es Canola nicht, sich vom US-Sojakompelx zu lösen. Zuletzt steht der Januar-Kontrakt bei 511,70 can. $/t.


Raps: In Paris müssen alle Raps-Termine Gewinn abgeben. Die Schwäche in Chicago erreicht auch die Matif. Der Februar-Futures endet am Dienstag bei 414,50 €/t, das sind 0,75 €/t weniger als zu Wochenanfang. Auch der Rapsschrot-Kontrakt in Paris gibt um 2,25 auf 198 €/t nach. Vor der Weihnachtspause glauben Marktteilnehmer nicht mehr daran, dass es noch zu einer Kurswende kommt. Viele Händler verabschieden sich in die Ferien.

Rohöl: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostete am Morgen 54,81 US-$. Das waren 11 Cent weniger als am Montag. WTI zur Lieferung im Februar fiel um 14 Cent auf 52,92 US-$.  Die US-Währung legte weiter zu, nachdem die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, sich in einer Rede optimistisch zum US-Arbeitsmarkt geäußert hatte. Ein starker US-Dollar verteuert das in Dollar gehandelte Rohöl für Käufer außerhalb der USA. (da)
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