Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps verliert im Frontmonat

Sojakomplex: Nach einer volatilen Sitzung mit Licht und Schatten und temporären deutlicheren Verlusten für die Bohne, fangen sich die Kurse zum Börsenschluss wieder. Die beiden vorderen Bohnen-Futures schließen gut behauptet. Der Juli hält sich bei 10,28 US-$/bushel. Schrot verbucht leichte Notizgewinne auf allen Terminen. Ein US-Sojabohnenexport von 393.000 t an eine unbekannte Destination, größtenteils für diese Kampagne, gab milde Unterstützung.
 
In Argentinien zeichnet sich zwar eine Wetterbesserung ab, doch die Ernte wird erst langsam wieder Fahrt aufnehmen können. Schließlich haben 700 mm Niederschläge in der ersten 20 Tagen des Aprils die Böden und Wege derart aufgeweicht, dass es dauert, bis sie wieder befahrbar sind. Für Brasilien reduziert ein namhafter Analyst eine Schätzung der Sojabohnenernte auf 98 Mio. t. Für Uruguay erwartet er aufgrund der nassen Witterung einen Ernteverlust von 500.000 t. Zuletzt war die Sojabohnenernte Uruguays  auf 3,5 Mio. t taxiert worden.
 
Raps: Die technische Korrektur für den Frontmonat Mai an der Matif hielt an. Nach einem Kursverlust von 3,00 €/t fiel der Mai auf 369,00 €/t. Der August schloss mit knapp 367 €/t etwas fester. Mit der Bereinigung für den Frontmonat Mai verringert sich auch der Spread zwischen alter und neuer Ernte zusehends. Zur Wochenmitte lag die Differenz zwischen Mai und August nur noch bei knapp 3 €/t, nachdem sie in der Vorwoche noch im deutlich zweistelligen Bereich gelegen hatte.
 
In Winnipeg verlor der Juli-Termin nach einem Minus von 2,30 Dollar wieder seine psychologische Stützung von 500 Can-$/t. Gewinnmitnahmen, schwaches Palmöl und rückläufige Sojaölnotierungen drückten.
 
Palmöl: Die Korrekturphase setzte sich fort und scheint sich heute zu verschärfen. In Malaysia sind die Notierungen für Juni und Juli wieder unter die Marke von 2600 Ringgit gerutscht.
 
Rohöl: Die Erholungsphase setzt sich fort. Die Notierungen legten bis zu 1,44 US-$/Barrel zu. Brent Crudeöl schließt oberhalb von 47 US-$ und WTI-Öl oberhalb von 45 US-$/Barrel. Die Commerzbank wertet den Anstieg als Stimmungsgetrieben, denn alle Nachrichten für höhere Preise würden als Kaufargument genutzt. Am Vortag dürfte es die Entscheidung der US-Zentralbank FED gewesen sein, die ihre Leitzinsen vorerst nicht anheben wird. Der wöchentliche Anstieg der US-Rohölbestände von 2 Mio. t auf ein neues Rekordniveau von 540,6 Mio. Barrel wurde ausgeblendet. (St) 
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