Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps verliert wieder an Boden

Sojakomplex: Die Bohne notierte auf allen Termin der neuen Ernte schwächer, der November verlor 11 Cent/bushel. Eine Ausnahme bildete lediglich der Frontmonat August, der nach Shortabdeckungen vor dem heutigen USDA-Report einen Satz von 30 Cent/bushel oder umgerechnet rund 11 US-$/t nach oben machte. Der Preissprung kam allerdings bei einem sehr kleinen Handelsvolumen für den Frontmonat zu Stande, ist ausschließlich technisch bedingt und wenig relevant.
 
Die wöchentliche Crop-Bonitierung der US-Sojabohnenbestände wurde um 1 Prozent nach unten korrigiert. Doch 70 Prozent der Bestände sehen weiterhin gut bis exzellent aus. Die Analysten gehen davon aus, dass das USDA heute die US-Sojabohnenernte konservativ schätzt und erwarten trotz eigenen gegenteiligen Prognosen keine dramatischen Veränderungen im neuen Report.
 
Raps: Die schwächeren Sojabohnenkurse beendeten die kurze stabilere Tendenz der europäischen Rapsnotierungen. Die alterntigen Termine gaben durchweg 3,25 €/t nach. Das Handelsvolumen war allerdings ziemlich mager, die Marktteilnehmer gingen vor dem USDA-Report schon in Deckung.
In Winnipeg verlor Canola-Raps mehr als 5 Can-$/t. Schwache Sojabohnen und charttechnisch bedingte Verkäufe drückten auf die Kurse.  
 
Rohöl: Wie schon am Vortag endeten die Sitzungen uneinheitlich. WTI-Rohöl konnte etwas zulegen, da die Anleger auf niedrigere US-Lagerbestände spekulierten. Brent Crudöl gab 0,34 US-$/Barrel nach. Die USDA und Irak beliefern die Kurden im Norden des Iraks mit Waffen, um den Vormarsch der IS-Milizen zu stoppen. Der Markt rechnet anscheinend zurzeit mit keinen wesentlichen Einschränkungen der Ölexporte aus dem Norden des Iraks. (St)
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