Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps zollt schwachen Bohnen Tribut

Sojakomplex: Der gesamte Komplex bleibt sehr volatil. Die Sojabohne wurde am Vortag in einer Bandbreite von fast 40 Cent/bushel gehandelt. Nach festem Start setzen Gewinnmitnahmen und technische Verkäufe die Notierungen wieder unter Druck. Die Januar-Bohne verlor 16,2 Cent/bushel, Dezember-Schrot gab 5,6 US-$/short-ton nach. Zwischenzeitlich ließ der Hype bei Sojaschrot den Schrotkurse in Chicago auf fast 418 US-$/short-ton oder umgerechnet auf mehr als 460 US-$/t ansteigen.  
 
Meldungen, dass der weltweit größte Schweinezucht- und Fleischverarbeitungskonzern Smithfield Foods drei Schiffsladungen Sojaschrot aus Argentinien an die Ostküste der USA beordert hat, sorgten ebenfalls für den kleinen Dämpfer bei Sojaschrot. US-Sojaschrot ist derzeit 70 bis 75 US-$/t teurer als argentinisches bzw. brasilianische Sojaschrot. Dies lässt weitere Schrotimporte aus Südamerika in die USA erwarten.  Marktbeobachter sehen die jüngste Rally zudem als völlig überzogen an, zumal sich in den kommenden Wochen eine deutliche eine Entspannung bei der US-Logistik erwarten lässt.
 
Raps: Nach freundlichem Start und Notizgewinnen von mehr als 5 €/t musste Raps an der Matif dem Vorzeichenwechsel der Sojabohnen Tribut zu zollen. Die Kurse gaben wieder bis zu 3 €/t nach und der Februar fiel wieder auf 337,50 €/t zurück. Die Börsen-Aktivitäten haben sich mit dem volatilen Kursschwankungen wieder deutlicher belebt.
Auch in Winnipeg beendeten schwächere Sojanotierungen den Aufwärtstrend der Vortage. Die Canola-Kurse gaben bis zu 7,60 Can-$/t nach.

Rohöl: Der Druck hält an. Brent Crudöl fiel im Dezember-Kontrakt erstmals unter 80 US-$/Barrel. Bei Börsenschluss konnten sich die Kurse allerdings trotz eines Minus von 1,29 US-$/Barrel noch oberhalb dieser psychologischen Schwelle halten. WTI-Öl gab ebenfalls nach. Die Anleger gehen davon aus, dass sich in der Opec keine Produktions-beschränkenden Maßnahmen durchsetzen lassen. Die Kuwaitis haben zudem angedeutet, dass sie keine Notwendigkeit sehen, ihre Ölförderung zu kürzen. Für 2015 erwartet die amerikanische Energiebehörde EIA nur noch einen Durchschnittspreis für  Brent Crudöl von 83,42 US-$/Barrel. (St)
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