Flächenschätzung

Rapsanbau schrumpft in Europa

Die EU-Rapsernte 2014 schätzt der IGC in London jetzt auf 24,0 Mio. t. Im Vergleich zur bereits hohen Vorjahresernte kommen noch einmal fast 14 Prozent hinzu. Zugelegt haben alle großen Rapsanbauländer, allen voran Deutschland und Frankreich sowie Großbritannien und Polen.

Für 2015 zeichnet sich jedoch ein Rückgang ab. Die Marktexperten in London rechnen in ihrer ersten Flächenschätzung mit einem Rückgang des EU-Anbaus um 6 Prozent auf rund 6,4 Mio. ha. Als Gründe nennt der IGC die niedrigeren Preise und das Verbot von Beizmitteln, die Neonicotinoide enthalten. Für Deutschland gehen Marktforscher von etwa 5 Prozent weniger Fläche aus. In Großbritannien wurde kürzlich ein Rückgang um 4 Prozent geschätzt.

Auch in der Ukraine dürfte die Rapsfläche zur Ernte 2015 schrumpfen. Der IGC erwartet einen Rückgang um 9 Prozent auf 860.000 ha. Zudem berichten die britischen Marktbeobachter, dass die Rapsbestände weniger gut als im Vorjahr aussehen. Häufiger war es in der Ukraine im Herbst zu trocken. Die Auswinterungsgefahr ist für die schwach entwickelten Bestände größer. Für die EU-Versorgung hat der ukrainische Rapsanbau große Bedeutung, denn die Ukraine exportiert den größten Teil der Rapsernte Richtung Westeuropa. (db)
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