Märkte am Mittag

Rapsaussaat auf Hochtouren

In Deutschland dürften 60 bis 80 Prozent der Rapsflächen bereits bestellt sein. Die Anbauberater und die befragten Landwirte in Ostdeutschland rechnen trotz der relativ niedrigen Rapspreise nicht mit einer starken Einschränkung der Fläche, da die neuen Rapssorten in diesem Jahr stärker im Ertrag zugelegt haben als der Weizen.

Die Rapskurse liegen bei 320 €/t (angeliefert/November) in Hamburg und bewegen sich kaum. An der Ostküste Schleswig-Holsteins werden in der Landwirtschaft knapp 310 €/t für die Lieferung im November ab Hof bezahlt.

Am internationalen Rapsmarkt sorgen hohe Ernteerwartungen bei Sojabohnen in den USA und schwachen Kurse für die pflanzlichen Öle für nur knapp gehaltene Preise. Die Wetterbedingungen in den USA bleiben gut. In drei Wochen beginnt in den USA die Ernte.

Die Rapssaat für den Monat November 2014 liegt an der Matif bei 324,75 €/t gegenüber dem Vortag ebenfalls auf einem um 1,75 €/t niedrigeren preislichen Niveau.

Nachfrage am Hamburger Markt

An der Matif notiert der Weizen zum November-Termin heute gegen 12 Uhr bei 172,25 €/t und damit um 1,75 €/t schwächer als am Vortag. Deutscher Weizen hält sich aber gut. Besonders die in diesem Jahr schlechten Qualitäten des französischen Weizens führen zu einer hohen Nachfrage am deutschen Markt.

Die Exporthäfen sind bereits bis zum Ende des Jahres 2014 stark ausgelastet. Die hohe Nachfrage wird nach Meinung internationaler Händler die Preise bei einer geringen Verkaufsbereitschaft der Landwirte auch für die kommenden Wochen stabil halten.

Der B-Weizen wird mit 180 €/t franko Hamburg/Rostock mit einer Prämie von 8 €/t über dem Matif-Kurs November gehandelt. Die Anfragen sind wegen der guten deutschen Weizenqualität hoch. (Ps)
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