Die Flächenauswertung der Mehrfachanträge 2015 wartet gegenüber ersten Prognosen mit einigen überraschenden Ergebnissen auf, berichtet die Agrarmarkt Austria (AMA). Besonders deutlich hat in Österreich der Anbau von Körnermais, Roggen und Raps verloren.

Bei Körnermais nennt die AMA als Gründe das Beizverbot des Saatgutes und relativ niedrige Erzeugerpreise 2014. Deswegen ist zum zweiten Mal in Folge zur Ernte 2015 die Maisfläche um mehr als 14.000 ha geschrumpft. Für Roggen berichtet die AMA gar von der geringsten Fläche seit 2006 mit weniger als 40.000 ha.

Aderlass bei Raps und Sonnenblumen

Einen regelrechten Aderlass erlebt der Raps- und Sonnenblumenanbau 2015. Wegen des Beizverbotes für Rapssaatgut und neuen Bestimmungen in den Agrarumweltprogrammen hatten Marktbeteiligte mit einer Einschränkung gerechnet. Dass es aber beinahe 30 Prozent bei Raps und 10 Prozent bei Sonnenblumen geworden sind, überrascht die AMA.

Durum und Dinkel legen kräftig zu

Wie sich bereits in vorangegangenen Schätzungen angedeutet hat, ist der eindeutige Gewinner bei den Getreidekulturen der Hartweizen. Mit einem Plus von fast 36 Prozent wird eine noch nie dagewesene Durumfläche von 19.000 ha in Österreich erreicht, stellt die AMA fest. Weichweizen hat dagegen 11.000 ha verloren. Zulegen konnte Dinkel mit einem saftigen Plus von 3.800 ha. Gewonnen hat 2015 außerdem Wintergerste, wogegen der Anbau von Sommergerste konstant geblieben ist.

Schließlich befindet sich der Anbau von Sojabohnen im Höhenflug. Die AMA nennt als Grund attraktive Preise im Biolandbau. Zur Ernte 2015 gibt es ein Flächenplus um 30 Prozent auf fast 57.000 ha. (db)
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