Märkte am Mittag

Rapskontrakte laufen wie geschmiert


Als "englischen Winter" bezeichnet der Bayerische Bauernverband (BBV) den bisherigen Verlauf der kalten Jahreszeit. Wintergetreide wie Weizen und Roggen präsentieren sich ordentlich, Frostschäden sind bundesweit bislang nicht aufgetreten.

Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes stimmen zuversichtlich, denn es soll zu keiner extremen Kälte mehr kommen. Allerdings könnte der fehlende Frost für Mais, Kartoffeln oder Zuckerrüben zum Problem werden. Ein nicht durchgefrorener Boden hat eine grobe Struktur, die den Wurzeln das Wachstum erschwert. Gegebenfalls könnte sich der milde Winter in der Folge auf Pflanzenkrankheiten und Schädlinge auswirken.

Diese Einschätzungen beeinflussen das Marktgeschehen derzeit nur am Rande. Thema Nummer eins ist heute der Kursverlauf für Raps an der Matif. Hier springt der Monat Mai auf 386,50 €/t ein Plus von 5,50 €/t gegenüber Vortag. Auch der Erntemonat August verbessert sich auf 367,50 €/t. Kein Wunder, dass nun die Telefone heiß laufen und sehr viele Kontraktabschlüsse für die neue Ernte getätigt werden.

Das Preisniveau ist für die Abgeber sehr attraktiv, gerade nach der langen Durststrecke in den vergangenen Monaten. Je nach Lieferparität kann zu den Ölmühlen noch eine Prämie erzielt werden. Dieses Glück hatten in dieser Woche Landwirte, die sich kurzfristig von Ware trennen wollten und Raps zur Lieferung andienten.

Hier waren bis zu 400 €/t in Süddeutschland durchaus drin. Damit scheint sich zu bestätigen, dass die Ölmühlen durchaus noch Bedarf an alter Ernte haben.

Weizen verharrt auf der Stelle und notiert heute mittag unverändert für den Märztermin bei 199,00 €/t. (da)
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