Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rapskontrakte markieren neue Tiefs

Sojakomplex: Mit neuerlichen Kursverlusten für die neue Ernte setzt sich der Abwärtstrend des Sojakomplexes fort. Die Bohnen- und Schrotnotierungen für August können sich technisch bedingt in etwa behaupten. Sojaschrot für Dezember verliert allerdings 5,50 US-$/t.
 
Die Aussichten für die US-Sojabohnenernte sind weiterhin ausgezeichnet. Die wöchentliche Crop-Bonitierung des USDA weist die die guten/exzellenten Bestände mit 73 Prozent nun noch 1 Prozent als in der Vorwoche aus. Dies ist die beste Bewertung seit rund 20 Jahren.  China nutzte die rückläufigen Sojabohnenpreise und hat noch einmal 120.000 t alterntige Sojabohnen in den USA gekauft.

Raps: Der Preisverfall hat sich noch einmal dramatisch fortgesetzt. Der nur 1 Minute andauernde Einbruch der Rapspreise von bis zu 23 €/t zum Börsen auf das setze das Signal für die ganze schwache Sitzung. Der August verlor bis Börsenschluss 8,25 €/t, für den November fiel das Minus 1 €/t kleiner aus. Die Aktivitäten am europäischen Terminmarkt blieben äußerst lebhaft, die offenen Positionen für Raps verändern sich dabei kaum.
 
In Winnipeg verschärfte der schwache europäische Markt den Druck auf die Canola. Die Notierungen gaben mehr als 9 Can-$/t nach. Parallel dazu hat sich das Wetter aufgebessert und die nun reichliche Bodenfeuchtigkeit in den Prärien dürfte der kanadischen Canola-Ernte  zugutekommen.

Rohöl: Spekulationen über niedrigere US-Rohölbestände brachten die WTI-Notierungen 1,46 US-$/Barrel nach oben. Die US-Raffinerien arbeiten derzeit mit der höchsten Kapazitätsauslastung seit neun Jahren. In der vorangegangenen Berichtswoche waren die Rohölbestände am US-Andienungsort Cushing um 650.000 Barrel gefallen. Die Krisenherde im Nahen und Mittleren Osten beeinflussen die Tagestendenz wenig. Brent schloss sich der festen Stimmung an und notierte 0,44 US-$/Barrel im Plus. (St)
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