Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rapskurse bleiben im Aufwind

Sojakomplex: Die Sojabohnen profitierten weiterhin von Nachfrageimpulsen. Die Januar-Bohne legte 4,2 Cent/bushel auf 10,47 US-$/bushel zu. Schrot machte für den Januar 2,4 Dollar auf 322 US-$/short ton gut. Auch Sojaöl notierte etwas fester. Das USDA gab den Verkauf von 198.000 t Sojabohnen nach China und von 378.000 t an eine unbekannte Destination bekannt.
 
In Brasilien stehen die Anzeichen auf 'Spitzenernte'. Der Verband der brasilianischen Ölsaatenerzeuger Abiove taxiert die kommende Sojabohnenernte Brasiliens auf 101,4 Mio. t. Analysten gehen einer Umfrage zufolge von 100,6 bis 103 Mio. t aus. Für Argentinien setzen sich die Wettermarkttendenzen fort, da die nächsten Tage trockenes Wetter angesagt ist.
 
Raps: Die Kurse an der Matif machen erneut Boden gut. Der Februar schließt mit einem  Plus von 1,50 €/t und mit 414 €/t. In Winnipeg legt Canola ebenfalls zu. Der Januar notiert mit 529 Can-$/t. Die Schätzung der kanadischen Canola-Ernte bleibt mit 18,4 Mio. t unverändert.
 
Palmöl: Wie schon in den Vortagen drehten die Kurse nach anfänglichen Gewinnmitnahmen wieder ins Plus. Sie legten bis zu 50 MYR für die nahen Termine zu. Der Januar schloss knapp unter 3200 MYR und bewegt sich auf dem höchsten Stand seit viereinhalb Jahren.
 
Rohöl: Skepsis über die angestrebte Kappung der Rohölförderung seitens der Opec beendete die Rallye der Vortage. Brent-Crudeöl verlor 1 US-$/Barrel und schloss knapp unter 54 und WTI knapp unter 51 US-$/Barrel. Einer Analysten-Umfrage zufolge produziert die Opec derzeit 1,7 Mio. t mehr als das zum Jahreswechsel gesetzte Produktionsziel von 32,5 Mio. Barrel. Bei der beschlossenen Kürzung von 1,2 Mio. Barrel je Tag würde die Opec weiterhin einen Angebotsüberhang produzieren. Saudi-Arabien hat zudem seine Rohölpreise für die asiatischen Kunden deutlich gesenkt. (St) 
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