Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rapskurse fallen weiter

Sojakomplex: Neuerliche Liquidationen drücken die drückten die Sojabohnen teilweise deutlicher ins Minus. Bei Börsenschluss konnten sich zumindest der Frontmonat Juli technisch bedingt etwas erholen. Der November gab dagegen 12,4 Cents/Bushel nach und die Notierungen bewegt sich bereits an der psychologischen Schwelle von elf 11-$/Bushel. Der Markt geht davon aus, dass das USDA am Freitag die Schätzung für die kommende US-Sojabohnenernte aufgrund der größeren Anbaufläche nach oben korrigiert. Auch die Ertragserwartungen liegen höher, als zuletzt geschätzt.  
 
Für die laufende Kampagne gab es kleinere Korrekturen aus Brasilien. Die Conab, der brasilianische Pendant zum USDA hat die Sojabohnenernte des Landes auf 86,3 Mio. t nach oben korrigiert. Damit liegt die Behörde aber weiterhin unter der USDA Zahlen von 87,5 Mio. t.
 
Raps: Die Handelsaktivitäten an der Matif waren wie schon am Vortag äußerst lebhaft. Die schwachen Vorgaben vom Sojakomplex und Positionsbereinigungen setzen die Kurse aber stärker unter Druck. Der August schloss zwar nur 2 €/t schwächer, doch der Maikontrakt 2015 verlor 5 €/t.
 
Der Markt wartet auf die neue europäische Rapsernte, die anderen Prognosen zufolge sehr gut ausfallen wird. In dieser Woche hat Strategie Grains seine Prognose für die Rapsernte der EU auf 22,5 Mio. t angehoben, liegt damit aber noch 300.000 t unter der Rekordschätzung von Coceral.
 
In Winnipeg setzten Positionsbereinigungen und verspätete Reaktion auf die vorangegangen schwachen Sojakurse die die Canolanotierungen erheblich unter Druck. Der November gab 13,5 Can-$/t nach. Auch ein festerer kanadischer Dollarkurs belastete die Futures.
 
Rohöl: Die Kurskorrektur setzte sich fort. Brent gab 0,66, WTI sogar 1,11 US-$/Barrel nach. Zum neunten Mal hintereinander schlossen die Ölmärkte mit roten Vorzeichen. Die Stimmung wird durch die Erwartungen an eine steigende Ölproduktion in Libyen gedrückt. Libyen hat in dieser Woche die Tagesproduktion schon wieder auf 327.000 Barrel gesteigert, nachdem es zuletzt nur 200.000 Barrel Rohöl am Tag förderte. In den USA sorgten gestiegene Bestände am US-Andienungsort Cushing für Druck auf die WTI Kurse, obwohl die wöchentlichen Rohölvorräte in den Staaten um 2,4 Mio. Barrel gesunken waren. (St)
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