Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rapskurse machen Boden gut

Sojakomplex: In einer technischen Gegenreaktion auf die schwachen Vortage und mithilfe von festeren Kassapreisen in den USA legten die Bohnennotierungen in Chicago wieder bis zu 7,6 Cent/bushel zu. Der August schloss mit 9,89 US-$/bushel, der November schafft wieder den Sprung auf die 10-Dollar-Marke. Heute Morgen notiert der der Komplex für Bohnen und Schrot knapp behauptet, Sojaöl kann dagegen erneut etwas punkten.
 
Die Nachrichtenlage war dünn, die Wetterentwicklung der nächsten Tage wird den weiteren Preisverlauf bestimmen, denn das Wetter im August gilt für den größten Teil der US-Sojabohnen als entscheidender Ertragsfaktor. Die Wettermodelle sagen zwar für die nächsten Tage für den Mittleren Westen weitgehend trockenes Wetter voraus, sind allerdings mit erheblichen Unsicherheitsfaktoren behaftet.
 
Raps: An der Matif konnte sich Raps aus der schwachen Tendenz lösen. Mit  Kursgewinnen von bis zu 6 €/t für den August auf einen Schlusskurs von gut 365 €/t machte der Frontmonat Boden gut. Technische Einflüsse kamen ebenfalls zum Zuge, denn am Montag der kommenden Woche läuft der Frontmonat aus. Die übrigen Termine verbuchten allerdings ebenfalls deutlichere Notizgewinne von um die 5,0 €/t. Umfangreiche Aktivitäten stützen die Sitzung, denn am Dienstag und Mittwoch wurden an der Matif Termingeschäfte in einem Umfang von März 2 Mio. t Raps getätigt.  
 
Unterstützung für Raps kommt unterschwellig aber auch von den anziehenden Rohölnotierungen und festerem Pflanzenöl. In Winnipeg konnte sich Canola-Raps vom Abwärtssog freimachen und legte für November knapp 8 Can-$/t auf 497,50 Can-$/t zu.
 
Palmöl: Die Notierungen in Malaysia drehten nach schwachem Start noch in den hellgrünen Bereich. Heute Morgen sind die Vorzeichen weiter positiv. Unterstützung kommt von einer lebhafteren Pflanzenölnachfrage und von Charttechnik, denn am Dienstag notierten die Futures in Malaysia nach fünf Monaten erstmals  wieder oberhalb der 100-Tage-Durchschnittspreise.
 
Rohöl: Eine festere Stimmung der Anleger und gesunkene Rohölvorräte in den USA hielten die Ölpreise im Aufwind. Brent-Crudeöl legte 0,77 US-$ auf knapp 51 US-$/Barrel  zu. WTI schloss ebenfalls fester. In der Vorwoche sind die US-Rohölbestände in USA mit 7,2 % stärker gefallen, als von Analysten erwartet. (St) 
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