Märkte am Morgen: Ölsaaten

Rapskurse verlieren Substanz

Sojakomplex: Mit leichten Notizgewinnen retten sich die Sojabohnennotierungen an der Chicagoer Börse noch ins Plus. Technisches Geplänkel und ansehnliche wöchentliche US-Exportzahlen von knapp 940.000 t hielten die Börsianer halbwegs bei Laune. China soll zudem rund 248.000 t Sojabohnen aus bestehenden Verträgen abgebucht haben. Positiv wurde vermerkt, dass China keine neuen Sojabohnenkäufe in den USA storniert hat. Die Gerüchte über Stornierungen von Bohnenkäufen chinesischer Importeure in Südamerika halten sich jedoch hartnäckig.
 
Raps: Die Stimmung an der Matif war trotz neutralen bis freundlicheren Sojabohnenkursen ausgesprochen schwach. Der Mai gab 5,75 €/t und verlor bei einem Schlusskurs von knapp 397 €/t die ‚Vier‘ vor der Notierung. Gewinnmitnahmen könnten der Hintergrund für den schwachen Börsentag gewesen sein, denn im Vorfeld waren die Rapsnotierungen für die alte Ernte zu schnell nach oben gelaufen, so Einschätzungen im Markt. Allerdings gehen Marktteilnehmer davon aus, dass aus der alten Ernte keine allzu großen Rapsmengen mehr zur Verfügung stehen. Die neue Ernte notierte ebenfalls schwächer.
 
Im Gegensatz zu Matif hielten sich die Canola-Notierungen in Winnipeg erneut im grünen Bereich. Die Kurse zogen leicht an. Neuerliche Shortabdeckungen und charttechnische Unterstützung geben Canola seit Mitte Februar stetigen Aufwind.
 
Rohöl: Rohöl gab wieder nach. Brent Crudeöl verlor knapp 2 US-$/Barrel. Die Anleger spekulieren darauf, dass die Sanktionen der USA und der EU gegen Russland die Rohölmärkte kaum tangieren werde. Die EU bezieht rund ein Drittel ihrer Rohöl- und Gasimporte aus Russland und werde einen Teufel tun, diese Beziehung zu gefährden, so die Einschätzungen. Russland sei andererseits auf florierende Öl- und Gasexporte angewiesen, denn es beziehe rund 70 Prozent seiner Exporterlöse aus dem Energiebereich, schreibt die Commerzbank. Die WTI-Notierungen gaben 0,81 US-$/Barrel nach. (St)
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